Rund 50 Bewohner der Ortschaft waren vor Ort. Sie wollten konkret wissen, was vor ihrer Haustür passieren soll. Mit Blick auf das Projekt, das noch völlig am Anfang steht, hegen die Markeer zunächst einmal die Befürchtung, dass der Verkehr und damit die Lärmbelästigung steigen könnte. Aber: Kommunalpolitiker wie Laut Manuel Meger (LWN+Bauern) und Oliver Kratzsch (SPD) halten den Ball flach. Sie knüpfen die Erfolgsaussichten für das Vorhaben mit dem Bau einer Entlastungsstraße, die zumindest aus politischer Sicht als Voraussetzung geschaffen werden müsste. "Wir werden sicherlich nicht für ein Gewerbegebiet stimmen, wenn keine Ortsumgehung gebaut wird", sagte Meger. Kratzsch pflichtete ihm bei: "Auch wir können nun zustimmen, wenn die Markeer nicht belastet werden. Das darf und wird nicht passieren. Ein stark frequentierter Liefer- und Durchfahrtsverkehr ist schließlich zu befürchten. Deshalb ist eine Ortsumgehung auch vonnöten." Der Investor jedenfalls sei an einer dahingehenden Lösung interessiert, wie beide bestätigten.
Das rund 65 Hektar große Gelände gehört Mosolf bereits. Die Erschließung soll den Angaben zufolge nicht nur für das Unternehmen selbst auf den Weg gebracht werden, sondern zugleich auch für Zulieferer und Ersatzteilproduzenten mit Blick auf das Geschäftsgebiet Auto-Service. Weiterhin ist die Gebietsentwässerung und die vertragliche Sicherung von Ausgleichsflächen zu klären. Wichtig sei auch laut Meger, dass die Bevölkerung frühzeitig mit einbezogen werde. Alle Kommunalpolitiker sind sich da im Übrigen einig. "Ich weise jedoch darauf hin, dass es sich im jetzigen Verfahrensschritt lediglich um einen Aufstellungsbeschluss handelt. Im weiteren Verfahren sind andere Behörden und natürlich die Öffentlichkeit zu beteiligen, die angesprochenen Bedenken sind abzuwägen und erst dann wird über die Realisierung beschlossen", betonte Kratzsch. Meger: "Wir wollen im Verfahren zunächst schlicht wissen, ob das Projekt machbar ist. Erst wenn die Fakten auf dem Tisch liegen, werden wir politisch eine Entscheidung treffen."