Wenn alles nach Plan läuft, dann werden in zwei Jahren rund 100 Kinder über das Grundstück Radelandberg Ecke Rosa-Luxemburg-Allee in Elstal toben. Denn im Juni 2022 soll auf dem 5.000 Quadratmeter großen Grundstück die von der AWO (Arbeiterwohlfahrt) gebaute Kita in Betrieb gehen. Betreiber wird die Stiftung SPI, Sozialpädagogisches Institut Berlin „Walter May“.

Barrierefreie Kita soll rund 4,5 Millionen Euro kosten

Auf 4,3 bis 4,5 Millionen Euro belaufe sich die Investitionssumme, sagt Wustermarks parteiloser Bürgermeister Holger Schreiber. Das Vorhaben wird aus dem Bundesinvestitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung“ mit 743.500 Euro gefördert. Das eingeschossige, rechtwinklige Gebäude werde zweigeschossig wirken, erklärte Schreiber. Es wird barrierefrei sein.
Besonders die verkehrsgünstige Lage der neuen Kita hebt der Verwaltungschef hervor. Zentral in Elstal, Bahnhof und Bundesstraße 5 sind nur etwas mehr als den berühmten Steinwurf entfernt. Schreiber rechnet mit einer Baugenehmigung im Februar 2021, dann könnte im April des Jahres erster Spatenstich sein.

Es wird selbst gekocht

In der Kita werde die Gesundheit, viel Bewegung und frisches, gesundes Essen zum Programm gehören, erklärt der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter der Stiftung SPI, Stefan Zaborowski. Es wird selbst gekocht, wenn gewünscht, haben die Lebensmittel Bio-Qualität. 13 Erzieher und Erzieherinnen werden sich um den Elstaler Nachwuchs kümmern, dazu kommt technisches Personal.

Träger betreibt bereist sieben Kitas

Tatsächlich, sagt Zaborowski, lege man in der Stiftung wert auf eine paritätische Personalbesetzung. Sieben Kitas betreibt die Stiftung in Brandenburg, hat 340 Beschäftigte im Land. AWO und Stiftung bilden beide selbst aus, so dass sich Zaborowski keine Sorge um die Besetzung der Stellen in der neuen Kita macht. Gezahlt werde, auch ohne tarifliche Bindung, nach Tarif.

Standort bei Vor-Ort-Besuch gelobt

Beim Vor-Ort-Besuch ist auch Steven Werner dabei. Er hat den SPD-Fraktionsvorsitz in der Wustermarker Gemeindevertretung inne. Den Bau einer neuen Kita begrüßt er sehr. „Es ist wichtig, dass Eltern, die einen Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz haben, diesen auch bekommen“, sagt er. Und fügt hinzu, wie wichtig Kita-Plätze für die Gleichberechtigung der Frauen seien. Auch Werner lobt den Standort, sorgt sich jedoch um die Sicherheit der Kinder und fragt nach verkehrsberuhigenden Maßnahmen. Hierzu gibt es bereits Pläne, erklärt Schreiber, wie zum Beispiel bauliche Veränderungen.
Derzeit gibt es in Wustermark fünf Kitas, davon ist eine in freier Trägerschaft. Schreiber sagt, die freien Träger bringen Vielfalt in die Betreuungsangebote. Denn über den Preis sollen sich die Kitas keine Konkurrenz machen, für alle gilt die Beitragssatzung der Gemeinde.