Jugendgerechte Ausbildung, Spaß und Gemeinschaftserlebnisse wechselten sich ab. Zunächst lag erst mal ein mehr als fünf Meter langes weißes Tuch auf dem Tisch. Allerdings war Minuten später darauf unter anderem zu lesen "Wir sind die Zukunft" oder "Jugendfeuerwehr macht Spaß", farbige Handabdrücke vervollständigten die künftige Lagerfahne. So wünschte Bürgermeister Bernd Lück zur Eröffnung allen interessante Erlebnisse und Spaß.
So einige konnten sich ein Grinsen nicht verkneifen, als der Bürgermeister erzählte, dass er einst auch Truppmann war und dabei endlich gelernt habe, wie man eine Leiter richtig rauf und runter geht oder brennendes Fett löschen kann. Während gleich danach eine Gruppe die großen Schlauchboote enterte und bei einer Fahrt auf der Havel so einiges über das Gewässer, die Bedeutung der farbigen Tonnen und die Fahrvorschriften erfuhr, wurde es plötzlich lebhaft. "Mann über Bord", hieß es und die richtige Rettung war zu üben.
Unspektakulärer ging es an Land an der Knotenbank zu. Während sich Elias mit dem "Zimmermannsschlag" noch redlich mühte, freute sich Kevin über seinen Erfolg. Einfacher war es mit dem wichtigsten Knoten, dem "Rettungsknoten". Den band erst mal Ausbilder Patrick Steinfeldt.
Leicht chaotisch, alles in allem aber doch noch geordnet ging es schließlich am Abend zu. Alle 50 Nachwuchsfeuerwehrleute zwischen acht und 16 Jahren bereiteten sich in den zwei Mannschaftszelten auf die Übernachtung vor. Doch die wurde zur Überraschung der Jungen und Mädchen verschoben. Nachtwandern nach Knoblauch war angesagt. Ein wenig Abenteuer und spielerische Übungen hatten sich Jonas Busse, Stadtjugendwart, und seine Stellvertreterin Stefanie Kuschereitz ausgedacht.
So auch das nächtliche "Schlauchkegeln", als es galt, mit einem abrollenden Schlauch die Kegel abzuräumen, kleine Anerkennungspreise inklusive. "War schon etwas anstrengend", befand Janie am nächsten Morgen kurz vor dem Einstieg in den Korb der Drehleiter. Aber neben Übungen mit den Johannitern zur Ersten Hilfe, experimentellen Stationen rund ums Feuer und der kleinen Gerätekunde am neuesten Etziner Löschfahrzeug gab es jede Menge Spaß, so mit den Spielen in und mit den aufblasbaren großen "Bubble Balls" oder auf der wasserbesprühten Folie die Sandschelle runterrutschen.
Rund 30 Kameradinnen und Kameraden der Ketziner Wehren halfen, dieses Ausbildungslager so interessant und abwechslungsreich wie möglich zu gestalten. Stefanie Kuschereitz freute sich, dass Mikado mit den Bällen und der Rutsche und Edeka-Marktleiter Christian Dorfmann mit den gespendeten Getränken und dem Obst dieses erste Ketziner Ausbildungslager der Jugendfeuerwehren unterstützten.