Mit der Absichtserklärung geht aber ein Standby-Betrieb einher, schließlich "wissen wir nicht, ob die Flüchtlingszuzugszahlen wieder nach oben schnellen", so Lewandowski gegenüber dieser Zeitung. "Wir müssen sehen, wie sich alles entwickelt."
In den beiden Unterkünften in Schönwalde und Dallgow leben derzeit rund 300 Asylbewerber und anerkannte Flüchtlinge, die damit einen anerkannten Status haben. Letztere Gruppe hatte vom Landkreis zuletzt ohnehin die schriftliche Aufforderung erhalten, Wohnraum eigenständig zu suchen. "Die beiden Unterkünfte sollen ab Januar nach und nach freigezogen werden. Das ist der Plan", so der Landrat weiter.
Die beiden amtierenden Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) und Peter Kristke sind ob der Vorstellungen des Landkreises bereits informiert worden. Auch die Willkommensinitiative (WI) wurde in Kenntnis gesetzt. Schon im Juli dieses Jahres war im Sozialausschuss eine Empfehlung zur Schließung des Objektes in Schönwalde diskutiert worden - auch auf Anraten von Kathleen Kunath, die Sprecherin der WI Falkensee ist. Diejenigen Flüchtlinge, die keinen privaten Wohnraum finden, sollen in andere Einrichtungen ziehen.
Abseits von Betreuungsfragen- und angeboten kann mit der angekündigten Entscheidung natürlich auch der Kreishaushalt entlastet werden, Stichwort Betriebskosten & Co. - vor dem Hintergrund des Einsparungspotenzials soll es sich um eine nicht unerhebliche Summe handeln, wie es zudem hieß.
Übrigens: Die Mietverträge für die Gemeinschaftsunterkünfte, beide in modularer Bauweise, laufen im Jahr 2019 zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus. Die maximal Aufnahmekapazität in Schönwalde ist dort für 400 in Dallgow für 142 Menschen ausgelegt.