Da die Art dieser Anlage aus Edelstahl etwas ungewöhnlich erscheint, zeigten Sportler des SC Potsdam, wie gezielt und ausgewogen mit dem eigenen Körpergewicht trainiert werden kann, und das auch ganz ohne Fitnesstrainer und in fast allen Altersgruppen.
Es waren zunächst auch andere Standorte, wie der Spielplatz an der Potsdamer Straße und die Havelpromenade, im Gespräch. Im Zusammenhang mit der Suche eines neuen Konzeptes für die Freilichtbühne erhielt der Namensvorschlag KUSS-Arena (für Kultur-Spiel-Sport) die meisten Stimmen und an Ort und Stelle gab es zahlreiche Vorschläge für die Gestaltung. Selbst in den Kindergärten wurden kleine Modelle gebastelt. Mit dem Mehrzweckgerät startete nun das Projekt zur vielseitigeren Nutzung des Geländes.
Abhängig von den Finanzen und vielleicht auch Spenden sollen eine Seilrutsche, eine Kletterwand und andere Geräte für Spiel und Sport hinzukommen. Der Standort sei ideal, lobte Sabine Pönisch, stellvertretende Bürgermeisterin, nebenan befinde sich die Turnhalle, so dass die Anlage auch für den Schulsport genutzt werden könne.
Ende des vergangenen Jahres mussten die Bänke aus Sicherheitsgründen abgebaut und konnten mangels Finanzen noch nicht wieder ersetzt werden. Das aber wünschen sich viele Ketziner für die Veranstaltungen, die nach wie vor auf der Freilichtbühne stattfinden können. Nun ruft die Stadt Ketzin/Havel auf, mit Spenden den Ersatz der Bänke finanzieren zu helfen. Eine Bank kostet etwa 500 Euro. Auf den Bänken könnten die Namen der Spender vermerkt werden.
Wer für den Ersatz der Bänke, auch mit kleinen Beträgen, spenden möchte, kann sich unter 033233/720112 gerne melden, informierte Mathias Meißner von der Stadtverwaltung, der viele gute Ideen zur künftigen Gestaltung der Freilichtbühne eingebracht hat.
18.500 Euro kostete die neue Sportanlage. Eingeflossen ist die Prämie (4.000 Euro) für die Auszeichnung "Sportlichste Stadt im Land Brandenburg" (2. Platz) vom April 2018.
Die Jüngsten sahen zwar mit Staunen, was die Potsdamer Sportler an vielfältigen Übungen mit ihrem Körper an der Anlage zeigten, warteten aber ebenso ungeduldig darauf, selbst zu probieren. Das nutzten sie nach dem Einweihungszeremoniell ausgiebig. Dabei auch der neunjährige Marlon aus Ketzin/Havel. "Das macht Spaß. Ich komme öfter her", so sein erster Kommentar.