"Gerade in Konflikten mit dem Jugendamt gibt es immer wieder viel Emotionalität und Vorurteile seitens der Betroffenen. Andererseits können die Ämter die Komplexität eines Falles nicht immer in der wünschenswerten Tiefe erfassen und es kommt immer wieder zu krassen Fehlentscheidungen", sagte Wolfgang Seelbach, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Die bisherigen Erfahrungen mit Ombudstellen im Bundesgebiet seien sehr unterschiedlich. Ihre Vermittlungstätigkeit führe aber häufig zur Entlastung der Ämter und verringere die Anzahl der gerichtlichen Auseinandersetzungen. "Wir erhoffen uns durch die regionale Aufstellung im Landkreis ein niedrigschwelliges Angebot und eine gute Ergänzung zum Angebot in Potsdam", so Seelbach weiter. Der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Michael Koch,, gab aber zu bedenken, dass derartige Vermittlungstätigkeiten vom Ausschuss selbst wahrgenommen werden. Insgesamt wird der Ausschuss dann am 9. Mai diskutieren und gegebenenfalls beschließen, ob und in welcher Form die Stelle eingerichtet wird.