Seit 1952 wird auf dem Sportplatz an der Charlottenstraße in Dallgow Fußball gespielt. Seit einigen Tagen auf einem nagelneuen Kunstrasenplatz. Am heutigen Dienstag übergab Bürgermeister Jürgen Hemberger (FWG) in seiner letzten großen Amtshandlung - er geht Ende Oktober in den Ruhestand - den Fußballplatz an den SV Dallgow 47.

Initiative ging vom Verein aus

Dass der neue Kunstrasenplatz nach nur wenigen Monaten Bauzeit fertig ist, ist einer Initiative des Sportvereins zu verdanken. Dieser erschien, wie Hemberger erzählte, eines schönen Tages in seiner Amtsstube und erzählte von einer Bewerbung um einen Kunstrasenplatz in einem Sonderprogramm für Vereine des Landesfußballbundes.

Förderung durch Kommunales Infrastrukturprogramm

Einer Aufstockung der Landesmittel im Rahmen des Kommunalen Infrastrukturprogrammes (KIP) des Landes Brandenburg war es dann zu verdanken, dass die Dallgower noch ausgewählt wurden. Kathrin Sperling, die in Vertretung der Staatssekretärin im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Ines Jesse (SPD) nach Dallgow gekommen war, konnte berichten, dass seit 2016 mehr als 100 Projekte über das KIP gefördert und umgesetzt werden konnten - eines davon nun in Dallgow.

1 Million Euro Baukosten

Rund einer Million Euro Baukosten konnte so eine 75-prozentige Förderung des Landes gegenüber gestellt werden. Allerdings musste alles ziemlich schnell gehen. Denn die KIP-Förderung gab es nur, wenn der Platz noch 2020 fertig gebaut ist. Dank mitziehender Gemeindevertreter, einem guten Planungsbüro und einer fix arbeitenden Baufirma ist es gelungen, sowohl die Finanzierung sicher, als auch den Bau fristgerecht fertig zu stellen.

Baugenehmigung musste beantragt werden

Der Bau selbst war nicht ganz einfach. Auf Grund der schlechten Bodenverhältnisse musste ziemlich viel Erde ausgetauscht werden. Dafür war eine Baugenehmigung notwendig. Wie Jürgen Hemberger erklärte, habe man dann beschlossen, auch gleich eine neue Flutlichtanlage mit zu beantragen.
Für einen guten Untergrund wurde letztendlich eine dicke Schicht Natursteinschotter aufgetragen. Darüber Ausgleichsschotter, eine Trennschicht und letztendlich der Kunstrasen, der anders als ältere Plätze mit Kork-Granulat verfüllt ist.

Fußballer angetan vom neuen Untergrund

Die am Dienstag anwesenden Fußballer zeigten sich angetan von den guten Rutsch-Eigenschaften des Bodens und der Tatsache, dass der Ball nun auch dort ankommen würde, wo man ihn hin schieße. Etwas, das auf dem alten, überlasteten Naturrasenplatz nicht immer gegeben war.

Sportstätten nicht mit Gemeinde mitgewachsen

„Der Platz ist für die Gemeinde und den Verein absolut notwendig. Die Sportanlagen sind nicht mit der Gemeinde mitgewachsen“, so der scheidende Bürgermeister Hemberger. Der SV Dallgow 47 hat nun die Möglichkeit, das ganze Jahr hindurch zu trainieren. Die derzeit 22 Fußballmannschaften - davon 15 Jugendmannschaften - finden nun wesentlich bessere Trainingsbedingungen vor. Genauso wie der seit einigen Jahren in Dallgow ansässige DFB-Stützpunkt, der die jungen Talente der Region fördert und auf einem möglichen Weg in Richtung Profi-Karriere begleitet.