Unter dem Motto „Leute machen Kleider“ gaben Uwe Pfauder und Heiner Hardt gereimtes, erheiterndes und kleidsames zum Besten. Zu hören und zu sehen war dies am vergangenen Samstag im wild-romantischen Garten der Galerie Schneeweiß in Falkensee. Drinnen hatte zuvor die Ausstellung „Kimonos“ von Antonia Turnier eröffnet.
Der aus Japan stammende Kimono heißt übersetzt Anziehsache und genauso ist das auch: überstreifen, Gürtel rum, fertig. Zumindest jene einfachen Gewänder, wie wir sie hierzulande kennen. Zeitlos, einfach und dabei exotisch, durch die Muster und farbenprächtige Vielfalt.

Männer und Frauen können Kimonos tragen

Kimonos können von Männern, wie von Frauen getragen werden, wobei die Variante für die Dame sehr viel aufwendiger ist. Oft sind es zwölf oder auch mehr Kleidungsstücke, die zum Kimono gehören und von Frauen im fernen Kaiserreich auch heute noch zu besonderen Anlässen getragen werden. Allerdings ist so ein festliches Gewand ohne fremde Hilfe kaum anzulegen, weshalb es in Japan professionelle Kimono-Anlegegehilfen gibt, die für ihre Dienste eine spezielle Ausbildung absolviert haben.
Den charakteristischen T-Schnitt des meist knöchellangen Gewandes mit den breiten Ärmeln kann man bis zum 30 Oktober in Falkensee bestaunen. Hier zeigt die von Japan begeisterte Künstlerin Antonia Turnier ihre Interpretationen eines zeitlosen Kleidungsstückes, dass es aus dem fernen Japan bis in die europäischen Kleiderschränke geschafft hat. Dabei gehört der glücksbringende Kranich zu ihren Lieblingsmotiven.
Es könnte also kaum einen besseren Zeitpunkt für diese Ausstellung geben, denn schon bald werden auch wieder die Kraniche bei uns Einzug halten. Wenn die Tage kürzer und frischer werden und dazu einladen, sich mit einem Tee auf dem Sofa einzukuscheln, vielleicht in einem Kimono gekuschelt? Inspirationen, zu Kimono und passender Teetasse gibt es in der Galerie Schneeweiß in der Poststraße 35 in Falkensee.