So eine Bahnfahrt ist erst richtig erfrischend, wenn man beim durch die Landschaft chauffiert werden auf freundliche Menschen trifft. Ein lebhafter Plausch, freundliche Worte werden getauscht, ein kleiner Gruß. Zufällige Bekanntschaften, so inspirierend, so herzlich oder zum Nachdenken anregend, das soll auch im neuen Eisenbahncafé in Elstal möglich sein.

Eisenbahncafé beim Seniorenzentrum

Von A nach B fährt der Wagon allerdings nicht. Dafür wird die Atmosphäre bestimmt sehr viel schöner und einen Fahrschein benötigen die Gäste auch nicht. Das neue Eisenbahncafé in Elstal, auf dem Gelände des Immanuel Seniorenzentrums, ist als ein Ort der Begegnung gedacht und wird voraussichtlich im nächsten Jahr öffnen.

Waggon ist 26 Meter lang

Am Dienstag wurde in einer aufwendigen Aktion der Eisenbahnwagon geliefert, der zum Café umgebaut wird. Zwei Kräne hoben den 26 Meter langen Wagon, einen ehemaligen Gepäckwagen, an seinen Bestimmungsort. Nun steht er auf einer Wiese beim Immanuel Seniorenzentrum. Zuvor wurden noch stilecht Eisenbahnschienen auf dem Rasen verlegt. Das spannende Umparken des Wagons lockte zahlreiche Schaulustige an, auch die Bewohner des Seniorenzentrums konnten später von einem ganz besonderen Erlebnis erzählen.

Kaffee und Kuchen kostenlos

In dem 80 Quadratmeter großen Eisenbahnwagon werden bis zu 40 Personen Platz finden können. Wenn das Café fertiggestellt ist, soll es dreimal wöchentlich öffnen. Das spendenfinanzierte Projekt geht auf ehrenamtliches Engagement zurück. Ziel ist es, Menschen zwanglos zusammenzuführen. Kaffee und Kuchen werden kostenlos angeboten.

Ort der Begegnung

„Im Vordergrund steht nicht ein vielseitiges kulinarisches Angebot, sondern die Begegnung“, sagt Joachim Gnep, einer der Initiatoren. „Uns liegt Elstal sehr am Herzen. Wir möchten einen Ort schaffen, an dem sich ganz unterschiedliche Menschen begegnen und besser kennenlernen können. Ob alteingesessene Elstaler, Zugezogene, die Menschen auf dem Campus des Bildungszentrums Elstal, Alte und Junge, an unserem Küchentisch sind alle willkommen, um sich von Mensch zu Mensch zu begegnen“, fügt er hinzu.

Symbolische Miete von 1 Euro

Mit der Idee konnten die Initiatoren punkten. Die Immanuel Albertinen Diakonie nimmt einen symbolischen Euro Miete für die Stellfläche des Wagons. „Wir unterstützen sehr gern ein Projekt, das den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft fördert und auch für die Senioren unsere Einrichtung eine schöne Möglichkeit bieten wird, sich mit Menschen aus dem Ort auszutauschen“, sagt Matthias Scheller, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der Immanuel Albertinen Diakonie.