Die Geschichte des Krankenhauses in Nauen begann schon 1907 mit der Eröffnung des Cecilie-Kreiskrankenhauses, das damals noch „frei auf dem Acker“ stand. Mittlerweile hat die Stadt den Anschluss an das damalige und heutige Klinikgelände hergestellt.
Der Impuls für den Neubau des Krankenhauses kam mit der deutschen Einheit. Das damalige Kreiskrankenhaus in Staaken befand sich nun plötzlich in einem anderem Bundesland und stand auf dem Gebiet des Bezirkes Spandau. Der erste Landeskrankenhausplan war 1992 erarbeitet worden. Nauen und Staaken wurden ebenfalls 1992 zu einem Kreiskrankenhaus mit zwei Standorten vereint. 1993 stand das erste Mal die Schließung der Staakener Einrichtung unmittelbar bevor. Mit diesem Druck im Hintergrund wurde die Planung des Neubaus zur Regelversorgung in Nauen vorangetrieben.
Schon wenig später, im Frühjahr 1994, kam der Bewilligungsbescheid über 147 Millionen DM. 10 Prozent davon hatte der Landkreis zu finanzieren. Im August des Jahres 1994 erfolgte bereits der erste Spatenstich für den Neubau. Im April 1995 konnte der Grundstein gelegt werden und im Januar 1996 war Richtfest. Schließlich konnte Anfang Mai 1998 die Havelland-Klinik eingeweiht werden – von der Planung bis zur Vollendung in Rekordzeit.
Mit Stolz kann Geschäftsführer Jörg Grigoleit heute sagen, dass damals tatsächlich weniger Geld ausgegeben wurde, als bewilligt war. Auf 138 Millionen DM belief sich die Endabrechnung. Dabei hatte man so gut gewirtschaftet, dass sogar noch zusätzliche medizinische Ausstattung angeschafft werden konnte. 349 stationäre Betten in den Abteilungen Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Urologie, Pädiatrie und die Intensivmedizin standen mit der Einweihung der Klinik zur Verfügung. Ende 1998 kam die psychatrische Klinik dazu. Bis heute hat sich daran nicht viel geändert. 312 stationäre Betten und 45 tagesklinische Plätze bietet die Klinik. Die tagesklinischen Plätze teilen sich auf die psychatrische Klinik in Nauen und Falkensee und auf die Geriatrie auf. Die Geriatrie ist als Station 2014 in Nauen etabliert worden. Seit 2016 gibt es hier die zugehörige Tagesklinik.
Teambildung prägte die Anfangszeit der neuen Klinik. Denn die Herausforderung die Mitarbeiter, die durch die endgültige Schließung des Klinikkomplexes in Staaken nach Nauen kamen und das bereits vor Ort arbeitende Personal im neuen Haus zusammenzuführen, sei groß gewesen, so Grigoleit, aber letztlich doch erfolgreich gelungen. Die Havelland-Klinik verfüge über hoch engagierte Mitarbeiter, die Grigoleit für ihre Arbeit der letzten 20 Jahre ausdrücklich lobte.