Mit einem Hoffest wurde kürzlich der 20. Geburtstag der Tafel Falkensee gefeiert. 20 Jahre Tafel, das heißt auch 20 Jahre im Dienst für die Menschen und hier ganz besonders für jene, mit denen es das Leben nicht ganz so gut gemeint hat.

Feier in Falkensee mit Corona-Beschränkungen

Vorsichtig wurde der runde Geburtstag begangen, unter Corona-Sicherheitsbeschränkungen, denn ein Ausfall der Tafel, etwa durch eine Quarantäne, wäre für viele Menschen furchtbar, sagt Dr. Volker Mueller, der die Tafel in Falkensee leitet. Es gibt Zugangsbeschränkungen zu Kleiderkammer und Möbelbörse, nur eine begrenzte Personenzahl darf gleichzeitig in das Gebäude. Und natürlich muss in den Innenräumen Mund und Nase bedeckt sein. Abgesehen davon gehe der Betrieb wieder in Richtung Normalität, erzählt Mueller. Seit Juli gelten wieder die gewohnten Öffnungszeiten.

Nach Hamsterkäufen haben sich Spenden normalisiert

Als die Pandemie Deutschland fest im Griff hatte, fehlte es der Tafel an Spenden. Hamsterkäufer hinterließen leere Regale. Die Lebensmittelhändler, die sonst die Nahrungsmittel bei der Tafel abgeben, hatten schlicht nichts mehr übrig. Das hat sich inzwischen normalisiert. Es kämen in etwa so viele Spenden, wie vor der Pandemie, sagt der Vorsitzende Mueller. Nur müssten diese Spenden für mehr Menschen reichen. 300 bis 400 Haushalte versorgte die Tafel Falkensee pro Woche. Nach der Pandemie seien etwa 10 Prozent neuer Kunden dazu gekommen, so Mueller.
Was bis vor einigen Wochen ebenfalls fehlte, waren die Erträge aus dem Verkauf in Möbelbörse und Kleiderkammer. Mueller beantragte von der Stadt Corona-Soforthilfe und bekam sie auch. 5000 Euro gab es für die Tafel von der Kommune.

Positive Bilanz für Tafel in Falkensee

Mueller zieht eine positive Bilanz. „Wir sind gut über die letzten Monate gekommen. Das liegt vor allen an den Mitarbeitern, sie haben alle mitgezogen.“ Während der Pandemie hatten sich auch jüngere Menschen zur Arbeit bei der Tafel gemeldet. Damit konnten Mitarbeiter, die zur Risiko-Gruppe gehören, zu Hause bleiben.

Glückwünsche von der Kommunalpolitik und Wirtschaft

Zum Geburtstag kamen Kommunalpolitiker und Vertreter jener Firmen und Unternehmen, die regelmäßig für die Tafel spenden. Die Landtagsabgeordnete Barbara Richstein (CDU) war da und dankte Mueller und seinem Team für die geleistete Arbeit in diesen 20 Jahren. Anne von Fircks, Fraktionsführerin der Bündnisgrünen in der Stadtverordnetenversammlung, überreicht mit zwei Partei-Kolleginnen eine Lebensmittelspende.
Christian Steinert, Standort Leiter bei Amazon in Brieselang, überreicht einen symbolischen 1000 Euro-Spendenscheck. Der Amtsleiter des Job Centers in Falkensee, David Rogalski, lobt die gute Zusammenarbeit mit Mueller und der Tafel.
Unterstützt wurde die Arbeit der Tafel in den vergangenen 20 Jahren von vielen privaten Spendern, dem Bundesverband Deutsche Tafel und dem Landkreis Havelland.