Jacqueline Henne hatte die Petition gestartet, als "durchgesickert war, dass der Gesamtschulbau kritisch zu werden schien". Eigentlich hatte die Mutter einer dreijährigen Tochter gedacht, dass mit der Gesamtschule alles in trockenen Tüchern sei, wie selbst sagt. Der Bürgermeister bedankte sich für die Unterschriftenliste und versprach, die darin enthaltenen Fragen so bald wie möglich zu beantworten. Zudem erklärte er den Anwesenden nochmal die derzeitige Situation. Deutlich machte Heimann unter anderem, dass einerseits derzeit genügend Geld vorhanden wäre, um die Raten des notwendigen Baukredits zu bezahlen, andererseits er aber nicht wissen könne, was in zehn Jahren sei. Zudem werde immernoch mit den fortgeschriebenen Zahlen des Haushaltsabschlusses von 2011 gerechnet. Auch den Personalmangel in der Verwaltung sprach Heimann an.
In der Vorwoche haben Verwaltung und Bürgermeister außerdem eine 15 Punkte umfassende Beschlussvorlage erstellt und mit den Fraktionsspitzen der Gemeindevertreter diskutiert. In dieser Vorlage würden die Probleme und auch Lösungsansätze aufgezeigt. Eine Einigung sei aber noch nicht erzielt worden, so Heimann. Die Beschlussvorlage ist auf der Homepage der Gemeinde Brieselang in der Meldung zum Bau der Gesamtschule vom 9. März zu finden.
Für Jacqueline Henne klingt das alles so, als sei das Projekt machbar. In die Zukunft könne schließlich niemand sehen und man solle doch nicht so viel Angst davor haben. Sie fände es schön, wenn es endlich die Gewissheit gäbe, dass der Bau angegangen wird. "Abitur bei uns im Ort wäre der Oberhammer", sagt sie.
Die nächste öffentliche Diskussion über den Gesamtschulbau wird es wohl in der kommenden Gemeindevertretersitzung am 25. März geben.