In der vergangenen Woche übergab Landrat Roger Lewandowski (CDU) in Schönwalde-Siedlung einen Förderbescheid über 20.000 Euro an Denise Meseck. Sie hat offiziell seit dem 1. Oktober gemeinsam mit Viviane Kirchner die Hausarztpaxis von Hanns Burkhard Hagmann in der Berliner Allee übernommen.

Förderung zur Verbesserung der medizinischen Versorgung

In einigen Regionen des Landkreises Havelland gibt es zu wenig Mediziner. Um einen Anreiz zu schaffen, sich auch im Flächenlandkreis anzusiedeln, gibt es seit einigen Jahres die „Förderrichtlinie zur Verbesserung der medizinischen Versorgung im Landkreis Havelland“. Hier werden Ärzte mit einer Art Anschubsfinanzierung unterstützt, sich anzusiedeln oder bestehende Praxen zu übernehmen. Im Gegenzug verpflichten sich die jungen Mediziner, mindestens fünf Jahre vor Ort zu bleiben.

Nicht überall im Kreis gibt es genügend Ärzte

Wie Landrat Lewandowski betonte, seien eben auch im Berlin-nahen Raum nicht überall genügend Ärzte vorhanden. Die Bedarfe werden von der Amtsärztin ermittelt, die einen Überblick über alle Praxen im Kreis hat.

Anfang ist finanziell schwierig

Denise Meseck hat bereits während ihrer Facharztausbildung in Schönwalde gearbeitet, genau wie ihre Kollegin Viviane Kirchner. Beide sind den Patienten also keine Unbekannten. Meseck gibt aber zu, dass es trotzdem finanziell am Anfang schwierig ist. Ein neues EKG-Gerät für die Messung von Herzströmen wurde angeschafft, dazu soll die IT, also Computer, Drucker, Server, in der Praxis auf den neuesten Stand gebracht werden.

2000 Patienten pro Quartal

Pro Quartal betreut das Ärzte-Team mit seinen fünf Angestellten rund 2000 Patienten, wie Meseck erzählt. Für Schönwalde haben sich die beiden Frauen ganz bewusst entschieden und auch ihren Lebensmittelpunkt in die havelländische Kommune verlegt.