„Wir haben mit unserem Konzept eine neue Ära eingeläutet, die bei den Festivalbesuchern super angekommen ist. Wir wollten weg von der Brandung des Kommerzes hin zu mehr Transparenz. Das ist uns gelungen, ich bin sehr zufrieden, das steht außer Frage“, sagte Carlos Fleischmann am Montag. Wenngleich der Festivalorganisator von einem Verlustgeschäft spricht, „Miese haben wir gemacht, frühestens in drei Jahren, rechnet sich das Greenville“, so will er keinesfalls den Kopf in den Märkischen Sand stecken, schließlich hätten 10.000 Besucher an drei Tagen auf dem Gelände des MAFZ-Erlebnisparks in Paaren stressfrei und friedlich, das Festival genießen können.
„Die Leute waren sehr angenehm und entspannt. Es wurde nicht grundsätzlich gesoffen oder etwa Anderes konsumiert. Es gab dahingehend keine Leichen. Das war genau das Publikum, was wir auch wollten. Sie haben die Idee des Festivals im Grünen mitgetragen. Die Mission ist aber noch lange nicht erfüllt“, betonte Fleischmann. Untermauert wird letzteres auch schriftlich. Mit der MAFZ GmbH, ein Tochterunternehmen des Landkreises, ist ein Vertrag über zehn Jahre ausgehandelt worden.
Und: Der Cheforganisator verhandelt derzeit bereits mit sechs Künstlern und Bands, die im kommenden Jahr auftreten sollen. „Wir stehen kurz vor dem Abschluss. Die Besucher können sich jetzt schon freuen“, meinte er. Am Konzept will Fleischmann weiter festhalten, das heißt unterschiedliche Musikstile etablieren. „Wir wollen noch extremer in der Bandbreite werden. Nur Metal, Hip-Hop oder Alternative-Rock wird es nicht geben.“ Bands wie „Triggerfinger“, „Hgich.T“ und „Blockflöte des Todes“ haben das große Los bereits gezogen. Sie werden im kommenden Jahr auf einer der beiden Hauptbühnen auftreten dürfen, nachdem sie am jetzigen Wochenende aufgetrumpft hatten, so Fleischmann. „Das haben sie sich verdient.“ Ab September soll der Kartenvorverkauf für das Greenville-Festival 2013 beginnen.
Unabhängig davon hat auch Schönwaldes Bürgermeister Bodo Oehme das Konzept überzeugt und auch die Zusammenarbeit hätte „hervorragend funktioniert“. Für die Region sei das Festival auch in wirtschaftlicher Hinsicht attraktiv. „Ich bin erstaunt, wie professionell das hier abgelaufen ist. Es hat auch keine Misstöne von den Paarenern gegeben - zumindest ist mir nichts zu Ohren gekommen“, meinte er, während er Iggy Pop applaudierte.
Iggy Pop und seine Fans auf dem Greenville Festival am Sonntagabend.