Am Dienstag knallten die Sektkorken im Atrium des Rathauses in Schönwalde-Glien. Bürgermeister Bodo Oehme (CDU) beglückwünschte drei Firmeninhaber der Gemeinde, die mit ihren Handwerksbetrieben gerade Jubiläen gefeiert hatten. Das Besondere: Alle drei Unternehmen waren an der Sanierung des Rathauses beteiligt. Bürgermeister Oehme würdigte die Unternehmer, die ihre Firmen erfolgreich durch Hochs und Tiefs geführt haben.

Mit einem Lkw und einem Wartburg fing es an

Eine dieser Firmen ist die Baufirma Lothar Lüdtke, die inzwischen vom Sohn des Firmengründers, Daniel Lüdtke, geleitet wird. Seit 1990 ist das Schönwalder Bauunternehmen am Start. „Ich kann mich noch erinnern, wie alles anfing“, sagt Oehme. „Mit einem kleinen LKW und einem Wartburg mit Anhänger“, fügt er hinzu. Gegenwärtig hat das Unternehmen laut Daniel Lüdtke 20 Mitarbeiter. „Die Baufirma hat damals das Rathaus komplett entkernt“, erinnert sich Oehme zurück.

Seit 30 Jahren Tischler GmbH

Ebenfalls seit 30 Jahren im Geschäft ist die Tischler GmbH Schönwalde von Olaf Sawade. Auf ihrem Firmensitz wird jedoch schon sehr viel länger gehobelt und gesägt, nämlich bereits seit 1959. Sawade hat zehn Mitarbeiter, Ehefrau Doris arbeitet seit 23 Jahren im Betrieb und ist beim feierlichen Prosit dabei.

Hochwertige und energiesparende Elektronik

Damit im Rathaus nicht ungeplant die Lichter ausgehen, hat Thomas Gering eine „hochwertige und energiesparende Anlage“, wie er versichert, installiert. Die „Gering Elektro GmbH“ feierte im Juli 15-jähriges Bestehen. Meister Thomas Gering erhielt seinerzeit die Auszeichnung zum besten Meister im Land Brandenburg. Auch Gering wird von seiner Gattin begleitet, die immer den Rücken freihält, wie die Gäste erfahren.

Die Geschichte mit den Fensterkreuzen

Bei drei Handwerksexperten sei die Frage erlaubt, gab es, wie bei jedem Bauprojekt auch beim Rathaus diesen Moment, wenn sich plötzlich ungeahnte Schwierigkeiten offenbaren? „Nein, ach, naja die Fenster“, sagt Oehme und Tischler Sawade lacht, ahnend, was da kommen wird. Oehme erinnert sich, man habe damals auf einen ortsüblichen Charakter geachtet. Und so sollten die Fenster Fensterkreuze erhalten. Oehme sagt, um diese Fenster habe es einige Diskussionen gegeben. Die Frage war, welche es sein sollten. Am Ende entschied der pragmatische Gedanke des Fensterputzen. Man entschied sich für Sprossenvorsatzrahmen. Die kann man abnehmen und zur Seite legen und nach dem Putzen wieder ans Fenster befestigen.