Elenia (5) zeigte stolz ihre Apfelkrone. Die hatte sie nach erfolgreichem Apfelboxkampf bekommen. „Aber die Zauberseerose hat mir am meisten Spaß gemacht“, sagte sie mit sichtlicher Freude beim Fest der kleinen Forscher in der Zachower Kita Regenbogen. Diese war seit 2014 zum vierten Mal infolge für ihre naturwissenschaftliche Bildung von der gleichnamigen Stiftung als „Haus der kleinen Forscher“ ausgezeichnet worden.

Apfelboxen und Zauberseerosen

Für diese Auszeichnungsfeier hatten die Erzieherinnen mehrere Stationen für Experimente eingerichtet, deren Ergebnisse die kleinen Forscher immer wieder staunen ließen. So auch Elenia, die zwei dicht nebeneinander an Fäden aufgehängte Äpfel durch kräftiges Pusten in den Zwischenraum aufeinander prallen ließ – der Apfelboxkampf. An der Station von Manuela George entfalteten aus Papier gestaltete Seerosen auf dem Wasser nach kurzer Zeit ihre Blütenblätter.

Experimente müssen für Auszeichnung dokumentiert werden

Erzieherin Christine Mickloweit freute sich über das Interesse und den Spaß der Jüngsten. Sie organisiert seit 2011 die Aktivitäten für diese alle zwei Jahre vergebene Auszeichnung. „Das ist nicht einfach. Wir müssen viel experimentieren und mit Dokumentationen nachweisen, was wir erforscht haben“, sagte sie und fügte gleich hinzu, dass sie noch immer Freude daran hat, gemeinsam mit den Kindern zu experimentieren. Naturwissenschaft sei in der Kita ihr Bildungsbereich.

Kein Mangel an Ideen

An Ideen mangelt es den Erzieherinnen offensichtlich nicht. An der Station von Annika Alversleben probierten die kleinen Forscher, wie es mit einer „Taucherglocke“ möglich wird, dass Gummibären unter Wasser nicht nass werden und bei Kitaleiterin Anna Mangelsdorf staunten die Jüngsten, wie die auf einem Teller zu einem Ring gelegten bunten Skittles nach Wasserkontakt einen wunderbar vielfarbigen Regenbogen entstehen ließen.

Keine Unterstützung des Landkreises mehr

Mit diesem Fest der kleinen Forscher beginnen gleichzeitig die Vorbereitungen für die Experimente in den nächsten zwei Jahren. „Die Natur durch Nachhaltigkeit schützen wird unser Tema sein“, blickte Christine Mickloweit voraus. Allerdings gibt es dabei auch ein Problem, das die Erzieherin als „sehr, sehr traurig“ bezeichnete. Wie sie sagte, sei ein Schreiben eingetroffen, das der Landkreis das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ künftig finanziell nicht mehr unterstützt.