Coronaviren kommen natürlicherweise bei Heim- und Nutztieren vor. Diese sind allerdings von den Erregern der schweren respiratorischen Erkrankungen des Menschen deutlich zu unterscheiden, weist das FLI hin. Bei Hunden und Katzen verursachen die Viren Durchfälle und keine Lungenerkrankung.
Inwieweit lebensmittelliefernde Tiere als Überträger in Frage kommen wird derzeit untersucht. Bisherige Untersuchungen weisen auf Fledermäuse als Ursprung von SARS-CoV-2 hin. Fledermäuse können eine ganze Reihe von Viren auf den Menschen übertragen.
Derzeit liest man in den sozialen Netzwerken Berichte über Tierhalter, die aus Angst vor einer Corona-Übertragung durch ihr Haustier, dieses abgeben wollen. Im Tierheim Falkensee wurde man mit solchen Ereignissen noch nicht konfrontiert, lautet die Antwort auf eine entsprechende Anfrage. Das Tierheim ist zurzeit für Besucher gesperrt. Nach Informationen aus dem Tierheim wurde dringend benötigtes Desinfektionsmittel gespendet. Die Tierheimmitarbeiter sind sehr erfreut, über die Spendenfreudigkeit, heißt es weiter.  Angeboten wurde dem Tierheim die Aufnahme von Hunden aus Quarantänehaushalten.
Ganz anders die Situation in Nauen am Tierlebenshof. Gary Koch vom Lebenshof berichtet von rund 25 Anfragen aus dem Havelland und aus dem benachbarten Kreis Oberhavel. Hier ging es um die Aufnahme von Hunden, Katzen, Meerschweinchen und Schildkröten. Neben der Sorge, durch das Tier infiziert zu werden, schilderten einige Anrufer auch finanzielle Beweggründe. Die Angst vor Arbeitslosigkeit und das Tier in und nach der Krise nicht mehr versorgen zu können. Manche treibt der Gedanke um, wie geht es mit dem tierischen Gefährten in einer eventuellen Quarantäne weiter? Andere hätten Sorge, sie würden in den Geschäften kein Tierfutter mehr bekommen, schildert Koch.
Er sagt auch, in den allermeisten Fällen war es möglich, die Tierhalter zu beruhigen und die Tiere in der bekannten, häuslichen Umgebung zu belassen. Man sicherte zu, die Tiere, wenn erforderlich, zu einem späteren Zeitpunkt übernehmen zu können, so Koch. Vier Schildkröten haben eine neue Heimat im Tierlebenshof. Der Grund für die Aufnahme war die ungewisse finanzielle Zukunft der Tierhalterin. Auch beim Tierlebenshof in Nauen freut man sich über finanzielle Unterstützung in der Krise.