Am gestrigen Sonntag kam er zurück, ein wenig geschafft, aber dafür zufrieden, schließlich hat der Havelländer Raimond Heydt selbst drei, der insgesamt weit über 700 Anträge mit rund 1.400 Seiten eingebracht. Auch auf dem Podium kam er in Fragen der bundesdeutschen Außenpolitik vor den rund 2.000 Piraten zu Wort. "Wir haben ganz sicher wesentliche programmatische Lücken geschlossen und unterscheiden uns sichtbar von den anderen Parteien. Wir sind einen großen Schritt weitergekommen", sagte er am Montag.
Dass aber sein Antrag zum Grundsatzprogramm der Außenpolitik zumindest in Teilen angenommen worden ist, sieht er persönlich schon mit einer gewissen Portion Stolz. Die Präambel stammt aus seiner Feder. "Wenn zwei Drittel die Hand heben, ist das schon ein schönes Gefühl", wie er meinte. Heydt sieht nach dem Parteitag die Piraten nicht nur auf Bundesebene wieder auf einem guten Weg, er erhofft sich auch für das Havelland Aufbruchsstimmung. Solche Treffen würden insgesamt die Motivation steigern.
Weil der Landesverband der Piraten Brandenburg, zahlreiche Freibeuter waren vor Ort, programmatisch schon im Vorfeld viel weiter als die Bundespartei gewesen sei, hätte man hierzulande bereits einen großen Vorteil gehabt an dem man sich in Bochum orientieren konnte. Für Heydt war es überdies schön zu sehen, all die medial präsenten Piraten einmal live und in Farbe zu sehen. "Es hat Spaß gemacht, sie ganz nah zu erleben. Sie sind ganz normal. Mann kann aber viel von ihnen lernen", sagte er.
Ungeachtet dessen will Heydt, er könnte am 8. Dezember nach dem Rücktritt von Oliver Huth zum neuen Kreisvorsitzenden gewählt werden, seine Partei im Havelland weiter auf die im Jahr 2014 stattfindenden Kommunalwahlen einschwören.
Insgesamt zehn Anträge, etwa zu den Themen "Gemeindefusionen, Akteneinsichts- und Informationszugang oder Inklusion, werden, sofern beschlossen, die Richtung vorgeben können, wie der designierte Vorsitzende meinte. Auch bei den Piraten geht es am Ende schließlich um Inhalte.