Zuletzt ist viel spekuliert worden und nun steht zumindest eines fest: Falkensees kommissarischer SPD-Chef, Franc Heinrihar, will definitiv bei den nun im Februar des kommenden Jahres terminierten Vorstandswahlen für den Vorsitz kandidieren. "Die meisten rechnen mit mir", sagte er. Das habe er in den Gesprächen mit Parteifreunden deutlich signalisiert bekommen.
Die Fragezeichen verschwinden mehr und mehr von der Bildfläche. Wenngleich Heinrihar und auch Havellands SPD-Vorsitzender Martin Gorholt immer wieder gebetsmühlenartig betonen, dass sich die Partei in den entscheidenden, der Zukunft betreffenden Fragen Zeit lassen wollen, so sorgen die Diskussionen zumindest hinter den Kulissen für Dampf, wie gut unterrichtet Kreise berichten. Ob Heinrihar der einzige Kandidat für den Posten des Vorsitzenden bleibt, ist dementsprechend nur schwerlich zu glauben.
Er selbst jedenfalls könnte allerdings ein weiteres ambitioniertes Ziel verfolgen, zumindest will er in Fragen einer Landtagskandidatur "nichts ausschließen". "Wenn man eine Partei führen will, muss man sich auch andere Dinge zutrauen. Mehr sage ich dazu nicht", betonte Heinrihar zudem am Montag. An Spielchen wolle er sich allerdings nicht beteiligen.
Er will aber grundsätzlich das Gespräch mit Katrin Düring, SPD-Chefin in Schönwalde, und Theo Hölscher, Vorsitzender des Ortsvereins in Dallgow-Döberitz, suchen und mit ihnen einen Fahrplan gemeinsam abstimmen, schließlich gehören alle drei Orte zum betreffenden Wahlkreis. Alle hätten ein Wörtchen mitzusprechen. "Wir werden eng zusammenarbeiten", betonte Heinrihar.
Zeitlich gesehen spiele vor allem die im September des kommenden Jahres stattfindende Bundestagswahl momentan die herausragende Rolle für die Sozialdemokraten. Alles andere würde zunächst hinten anstehen. "Das oberste Ziel kann nur lauten, dass unsere Kandidatin Angelika Krüger-Leißner ihr Bundestagsmandat behält."
Franc Heinrihar will SPD-Chef bleiben.Foto: Rachner