215 Mitarbeiter seien hier gegenwärtig tätig, 150 davon wurden neu eingestellt, betonte er. Bürgermeister Bernd Lück nannte deshalb die Ansiedlung bei Etzin ein Segen für die Stadt, auf deren Territorium nur wenige Betriebe tätig seien und lobte das sportliche und kulturelle Engagement von Hermes bereits in der Bauphase, beispielsweise beim Havelfest des Seesport-Clubs, beim Volkstriathlon und kürzlich beim Weihnachtsmarkt. Ein ungelöstes Problem sei die Entlastung der betroffenen Kommunen vom erheblich gestiegenen Verkehrsaufkommen durch eine Umgehungsstraße zur B5, betonte Lück.
Immerhin fahren derzeit rund 200 Transporter täglich mehr auf den teils schon jetzt maroden Straßen bei Etzin. "Wir werden vom Land allein gelassen", kritisierte er. Die gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg sei mit den Vorschlägen der betroffenen Kommunen und des Landkreises bisher nicht einverstanden, so seine Kritik, die sich insbesondere auf die zu lange Verfahrensdauer bezog. Gleichzeitig lobte Lück die betroffenen Firmen, so auch Hermes, die sich an der Finanzierung beteiligen wollen.
53 Millionen Euro, davon allein 17 Millionen für die Sortier- und Fördertechnik, investierte Hermes in das neue Logistik-Center bei Etzin. 6,4 Millionen davon sind Fördergelder. Es ist Teil eines 300 Millionen Euro schweren Investitionsprogrammes, mit dem Hermes bis 2020 sein Logistiknetz umfassend modernisiert, sagte Plack.
Mit den 15 Logistik-Centern, wie es bei Etzin entstanden ist, könne die Laufzeit der Sendungen um einen Tag verkürzt werden. Ziel sei, dass später die Laufzeit generell nur rund einen Tag betrage. Vom Etziner Logistik-Center Berlin-Brandenburg aus organisiert Hermes künftig Großteile der Zustellung in der Hauptstadt, in Potsdam sowie in großen Teilen des Havellandes.