Seit 1993 gibt es den bis heute gültigen Bebauungsplan „Gewerbegebiet Falkenrehder Chaussee“. Gewerbe gibt es dort, wo einst das Produktionsgebäude der Wapo, ein Betriebsteil des Bekleidungswerkes Bergfelde, stand, noch immer nicht. Die Natur hat sich die Fläche zurückgeholt. Nun ist Bewegung in das Vorhaben gekommen.

Mehrere Firmen bekunden Interesse

Auf der Hälfte der fünf Hektar großen Fläche möchte eine Landmaschinenfirma siedeln. Ferner haben zwei Maler- und eine Maurerfirma, Betriebe für Abwassertechnik und Schaltzentralen mit Glasfaserkabeln ihr Interesse bekundet. Auch ein Baustoffhandel und ein kleines Filmstudio könnte es hier in den nächsten Jahren geben, informierte kürzlich der Ketziner Makler Uwe Augustiniak.

Bebauungsplan muss geändert werden

Allerdings ist dafür die Änderung des Bebauungsplanes erforderlich. An der Stelle, an der kurz vor dem Netto-Markt die Fußgänger-Querung gebaut wurde, sollte eigentlich die Erschließungsstraße abgehen. Das muss an anderer Stelle erfolgen.
Ferner könnten künftig hier auch gewerbliche Fuhrunternehmen siedeln, da es die ehemals vorhandenen Kleingärten im nördlichen Bereich nicht mehr gibt. Wohnungsbau wird es nur sehr eingeschränkt geben. Zugelassen werden sollen nur einzelne Betriebswohnungen.

Bauausschuss stimmt Änderungsvorschlägen zu

Soweit die Änderungsvorschläge der Ketziner Verwaltung zur Änderung des Bebauungsplanes, denen am Montag vier Mitgliedern des Bauausschusses zustimmten. Ein Ausschussmitglied enthielt sich der Stimme. In der Diskussion wurde von den Kommunalpolitikern auf die positiven Auswirkungen der Ansiedlungen hingewiesen. Es entstünden Arbeitsplätze und die Stadt erzielte Gewerbesteuereinnahmen.

Fläche muss als Ganzes erworben werden

Allerdings müssen sich die interessierten Firmen in so einer Art Interessengemeinschaft zusammenschließen und die Fläche als Ganzes erwerben. Wie Augustiniak begründete, möchte der Eigentümer die Fläche nur als Gesamtfläche verkaufen. In der Folge erwerben die Interessenten Teilflächen, die Straßen innerhalb des Gewerbegebietes müssen sie selbst finanzieren.

Firmen sind sich wohl einig

Offensichtlich sind sich die interessierten Firmen einig darüber, dass es außer einzelnen Parkbuchten keine Parkplätze geben soll. Die stellt jeder auf seinem Grundstück bereit. Eine Folge des Vorhabens ist, dass auch die wenigen noch verbliebenen Kleingärtner ihre Pachtflächen räumen müssen. Wie Augustiniak hofft, sollen die gesamten planerischen Vorbereitungen in ein- bis eineinhalb Jahren abgeschlossen sein.