Der letzte Nagel wollte nicht so wie er sollte ins Gebälk. Abwechselnd, aber mit sichtlichem Spaß, bearbeiteten ihn am Dienstag, 16. März, Ketzins Bürgermeister Bernd Lück (FDP) und Doreen Wagenschütz, Geschäftsführerin der Ketziner Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft (GWV) mit dem Zimmererhammer. Es war beim Richtfest für das spezielle Ketziner Wohnobjekt an der Fontanestraße nur der symbolische Akt dafür, dass der Rohbau fertig und der Dachstuhl errichtet sind.

Ende des Jahres sollen erste Wohnungen fertig sein

Wenn alles nach dem Zeitplan verläuft, können so etwa um den Jahreswechsel die Möbelwagen vorfahren. Dann werden die ersten Mieter die 23 neuen Wohnungen beziehen. Die sind begehrt. 38 Anmeldungen liegen bereits jetzt beim Bauherrn vor. Auch für die künftig vom Gemeinschaftswerk Wohnen und Pflege GmbH betreuten Wohngemeinschaft für neun an Demenz erkrankte Mitbürger und für die Plätze in der Tagespflege gibt es zahlreiche Nachfragen.
„Mit dieser besonderen Wohnraumversorgung berücksichtigen wir die demografische Entwicklung ebenso wie die soziale Struktur in unserer Stadt“, sagte die Geschäftsführerin und bedankte sich bei allen, bei den Handwerkern ebenso wie beim Aufsichtsrat und bei der Stadt, für die seit dem ersten Spatenstich am 5. Juni 2020 geleistete Arbeit.

Dachterrasse mit Blumen- und Gemüsebeeten

Die Mieten werden für die üblichen Wohnungen, gestaffelt nach Einkommen, bei 4,90 und etwa 6 Euro sowie für den so genannten ungebundenen Wohnraum bei etwa 8,50 Euro je Quadratmeter liegen. Vergeben werden sollen sie im Spätsommer. Ein Fahrstuhl wird alle Etagen für Mieter und Besucher erreichbar machen. So gelangen sie problemlos auf die Dachterrasse, auf der auch Blumen- und Gemüsehochbeete geplant sind. Eine sinnvolle Beschäftigungsmöglichkeit für die an Demenz erkrankten Bewohner in der Wohngemeinschaft. Sie haben zwar alle ihr eigenes Zimmer, können aber gleichermaßen die großzügig gehaltenen Gemeinschaftsräume wie die große Küche mit dem Wohn- und Essbereich nutzen.

Parkraumkonzept für das kleine Wohngebiet

Viel diskutiert wurde und wird die Parkplatzsituation rund um das Wohnprojekt, da derzeit bereits Stellplätze fehlen und die einst geplante Tiefgarage aus Kostengründen entfallen muss. Wie Doreen Wagenschütz informierte, gibt es ein mit der Nauener Wohnungsbaugenossenschaft abgestimmtes Parkraumkonzept. So werden künftig über das kleine Wohngebiet verteilt 49 Stellplätze zur Verfügung stehen.
Bürgermeister Lück verspricht sich viel von dem Wohnobjekt, wie er beim Richtfest betonte. „Ihm kommt in unserer Stadt eine große Bedeutung zu, sowohl in sozialer, wirtschaftlicher als auch in städteplanerischer Hinsicht“, sagte er und wünschte dem Objekt eine schnelle und problemlose Vollendung. 5,7 Millionen Euro investiert hier die GWV, davon sind 568.000 Euro Fördermittel.