Eine gute Nachricht für alle, die sich beworben und die Zusagen bereits erhalten haben. Die Wohnungen in der Friedenstraße in Falkensee sind fertig, bald können die Mietverträge unterschrieben und die Umzugswagen bestellt werden.
Kürzlich präsentierten die Gegefa-Geschäftsführer Ralf Haase und Dirk Albrecht gemeinsam mit Bürgermeister Heiko Müller (SPD) die fertiggestellten Wohnhäuser an der Friedenstraße. Sichtlich stolz sind Haase und Albrecht auf die fünf Geschosswohnungsbauten in den Pastelltönen. In die Planung haben sie viel Zeit gesteckt. So manches Wochenende hätten sie an dem Projekt gesessen, betont der Verwaltungschef.

55 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern

Nun kann es an das Kerngeschäft der Gesellschaft für Gebäudewirtschaft Falkensee (kurz gegefa), die Vermietung, gehen. Denn Häuser hatte die Kommune schon lange nicht mehr selbst gebaut. Zuletzt Mitte der 1990 Jahre in der Rotkehlchenstraße, erinnert sich Müller zurück.
Für die viergeschossigen Wohnhäuser wurde im Juli 2017 der Beschluss zur Baumaßnahme gefasst. Auf einer Gesamtwohnfläche von rund 3.600 Quadratmetern wurden in den fünf Wohnhäusern je elf Wohnungen gebaut. 40 Zweizimmer-, zehn Dreizimmer- und fünf Vierzimmerwohnungen, von 50 bis 103 Quadratmeter Größe sind entstanden. Von den insgesamt 55 Wohnungen sind 45 belegungsgebunden, gehören also zum sozialen Wohnungsbau.

Fast dreimal so viele Interessenten wie Wohnungen

150 Interessenten gab es für die Wohnungen, die Zusagen sind längst raus, auch die sechs rollstuhlgerechten Wohnungen sind an mobilitätseingeschränkte Mieter vergeben. Zu den Wohnungen gehören geräumige Keller, jeder Kellerraum verfügt über einen eignen Stromanschluss, damit auch E-Bikes geladen werden können. Es gibt eine Dachbegrünung und ein Blockheizkraftwerk versorgt mit Wärme und Warmwasser.
Die fünf Wohnhäuser in der Friedenstraße in Falkensee sind fertig. Gebaut hat hier die Gegefa.
Die fünf Wohnhäuser in der Friedenstraße in Falkensee sind fertig. Gebaut hat hier die Gegefa.
© Foto: Silvia Passow
Zwischen den nicht allzu dicht stehenden Häusern stehen 71 PKW-Stellplätze zur Verfügung und wie Haase und Albrecht sichtbar erfreut zu erzählen wissen, haben die Kinder der Nachbarschaft bereits die Spielgeräte auf dem Innenhof entdeckt. Zartes Grün sprießt im Umfeld der Häuser, Bäumchen wurden gepflanzt.

Gegefa zahlt 12,2 Millionen Euro für neue Häuser

Mit 12,2 Millionen Euro fiel das Projekt etwas teurer aus als geplant. Die rund acht Prozent Mehrkosten hielten sich jedoch im Rahmen, sagt Bürgermeister Müller. Auf der Grundsteinlegung, die fast auf den Tag genau vor zwei Jahren erfolgt war, hatte man mit der Fertigstellung im dritten Quartal 2021 gerechnet. Nun ist man mit der dreimonatigen Verzögerung nicht ganz glücklich und doch erleichtert, die weltweiten Lieferengpässe können dem Bauvorhaben jetzt nicht mehr in die Quere kommen. Ab Januar 2022 darf mit erhöhten Möbelwagenaufkommen in der Friedenstraße zu rechnen sein.

Weitere Bauprojekte sind geplant

Die Friedenstraße soll kein Einzelfall bleiben, weitere Wohnhäuser könnten folgen. Während vor 25 Jahren nicht allzu viele Mieter für den Geschosswohnungsbau zu interessieren waren, sieht die Lage nun ganz anders aus. Und damit stehen weitere kommunale Bauprojekte an, sagt Müller. Eines davon könnte gleich ums Eck, in der Ruppiner Straße, verwirklicht werden, erzählt Müller. Auch in der Adlerstraße soll es zusätzlich Wohnungsbau geben. Dazu soll neues Gewerbe für den täglichen Bedarf kommen. Hier geht es um das Gelände des ehemaligen Kaiser’s Supermarkts.

Mangel an Grundstücken für weiteren sozialen Wohnungsbau

Eine Mischung aus Einkaufen und Wohnen kann Müller sich auch in der Fröbelstraße vorstellen. Projekte, wie in Berlin, wo auf Lebensmittelgeschäfte Wohnungen in einem Haus zu finden sind, könnten auch in Falkensee umgesetzt werden. Die Projekte müssten dabei in die Umgebung passen, fügt Müller hinzu. Und sie müssen gefördert werden, damit auch hier wieder preisgünstiger Wohnraum entsteht.
Der Stadt mangele es allerdings an Grundstücken von entsprechender Größe für Mehrfamilienhäuser, sagt Müller weiter. Ähnlich ist das Problem bei den Ausgleichspflanzungen. Für die im Rahmen des Neubaus an der Friedensstraße gerodeten Bäume erfolgte die Neuaufforstung auf 4.750 Quadratmetern auf der Nauener Platte.
Weiteres rund um das Thema Immobilien gibt es auf unserer Themenseite.