Künftig soll es einen Regionalpark für die Natur- und Kulturlandschaft an der Havel geben. Eine entsprechende Initiative hat der Landschaftspflegeverein Potsdamer Kulturlandschaft gemeinsam mit anderen Vereinen, Kommunen in der Region, Verbänden der Landnutzer und anderen gestartet.
Das geplante Regionalparkgebiet erstreckt sich unter anderem auf Teilflächen Berlins, Potsdams, von Werder/Havel bis hin nach Kloster Lehnin. Ketzin/Havel und Wustermark liegen mittendrin.

Naturschutz, Tourismus und nachhaltige Entwicklung

„Die ursprünglich in bäuerlich geprägte Siedlungen, herrschaftliche Parks und Gärten sowie natürlich verbliebene Bereiche unterteilte Kulturlandschaft ist vielfach ihrer Eigenart, Naturnähe und Schönheit beraubt und zu einer nivellierten Landschaft geworden“, begründet der Verein seine Initiative. Grundlage der Entwicklung sollen die vier Säulen „Naturschutz und Landschaftspflege“, „Erholung und nachhaltiger Tourismus“, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und „nachhaltige Regionalentwicklung“ sein.
Dem Verein ist es wichtig, dass die Bewohner und Besucher der Region in die Entwicklung des Regionalparkes einbezogen werden. Und weil die Havelstadt Ketzin im Territorium des beabsichtigten Regionalparkes liegt, wurde die Initiative in der vergangenen Woche im Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr den Mitgliedern vorgestellt.

Stadt könnte von Zusammenarbeit und Fördermitteln profitieren

Wie Bürgermeister Bernd Lück sagte, könnte die Havelstadt von der entsprechenden Zusammenarbeit mit den anderen Kommunen und von eventuell vergebenen Fördermitteln profitieren. Ausschussmitglied Jürgen Schöttler hofft, dass in diesem Zusammenhang auch die Fortsetzung des seit Jahren gewünschten Radweges von Paretz nach Uetz mit Anbindung an den Radweg in die Landeshauptstadt möglich werden könnte.
Das Votum der Ausschussmitglieder für die Mitwirkung Ketzins bei der Initiative zu diesem Regionalpark war einstimmig: Die Verwaltung sollte entsprechenden Kontakt mit dem Landschaftspflegeverein aufnehmen. Über Kosten für Ketzin/Havel liegen in dieser Vorbereitungsphase noch keine Angaben vor. Es müsse aber darüber gesprochen werden, so die Meinung im Ausschuss. Bereits von Ende 2021 bis März des nächsten Jahres soll nach den Gesprächen mit den Kommunen und anderen Akteuren ein anpassungsfähiges und offenes Konzept für die naturgemäße und landschaftsgerechte Nutzung der Kulturlandschaft vorliegen.