So müssten vor dem Hintergrund von Krisensituation, die etwa besonders den Schutz von Frauen betreffen, angekündigte Maßnahmen auch umgesetzt werden.
"Es reicht nicht aus, Ziele wie Telefonnummern für Notfälle und mehrsprachige Flyer mit Piktogrammen auszuhändigen oder darauf zu achten, wie alleinreisende Frauen und besonders Schutzbedürftige kompakt untergebracht werden und Nationalitäten räumlich zu trennen, um Konflikte zu vermeiden, nur zu formulieren. Da wir dringenden organisatorischen Handlungsbedarf sehen, haben wir erst einmal Plakate in verschiedenen Sprachen mit Telefonnummern für Gewaltopfer und Hilfe bei psychischen Problemen im Heim zur Verfügung gestellt", so Kunath.
Die Willkommensinitiative hofft nun darauf, dass der Landkreis die eigenen Ziele zeitnah umsetzt und einen Krisenplan mit Ansprechpersonen für das Betreiberpersonal und die Bewohner in verschiedenen Sprachen erstellt, einen Frauenschutzraum einrichtet und Nationalitäten voneinander trennt.
Der Kreistagsabgeordnete Wolfgang Selbach (Bündnisgrüne) habe zugesagt, dass der Fall auf politischer Ebene im Sozialausschuss des Landkreises noch einmal behandelt wird. Der Landkreis selbst indes will nach vorliegenden Informationen nun einen Begegnungsraum für Frauen einrichten. Möbel dazu würden angeschafft.
"Das ist ein Anfang", so Kuntah, "allerdings fragen wir bereits seit fast einem Jahr nach Schutzräumen".