„Wir mussten uns entscheiden. Fördermittel für die Schulentwicklung werden über das Kommunale Investitions-Programm ausgegeben. Der Antrag dafür muss in diesem Jahr beim Ministerium für Bildung eingereicht und bis zum Ende des kommenden Jahres abgerechnet werden. In solch einem knappen Zeitfenster ist nur eine Turnhalle zu leisten“, sagt Holger Schreiber, Bürgermeister der Gemeinde Wustermark. Obwohl die bestehende Grundschule in Wustermark ausgebaut und mit sechs Fachräumen, zusätzlichen 150 Hortplätzen, einer Zwei-Feld-Halle und Aula erweitert wird, möchte die Gemeinde in Elstal bei der Oberschule ein Schulzentrum entwickeln, an dem Kinder und Jugendliche von der ersten bis zur zehnten Klasse lernen werden. „In unserer Otto-Lilienthal-Grundschule lernen heute Kinder in vier Klassen  je Jahrgang von der ersten bis zur sechsten Klasse“, sagt Schreiber. Dies soll sich trotz Erweiterung ändern. Künftig soll die Schule nur dreizügig arbeiten. Allerdings besagen Prognosen eine Einwohner-Entwicklung voraus, die wesentlich höhere Schülerzahlen implizieren, als sie heute in der Gemeinde vorzufinden sind. „Heute schulen wir um die 100 Kinder je Jahrgang ein. Zirka ab 2022 werden es zwischen 130 und 150 Kinder sein. So müssten je Jahrgang mindestens fünf Klassen eingeschult werden“, erklärt der Bürgermeister. Ein weiterer Grundschulstandort wäre dann wichtig.
Mit dem Beschluss der Gemeindevertreter wird so nicht nur eine moderne Sporthalle, die den Bedürfnissen des Schulsports gerecht wird, auf den Weg gebracht. Sondern auch die Sicherung für das geplante Schulzentrum. Mit den anstehenden Planungen soll die Parksituation für die Eltern künftiger Grundschüler, die per Pkw gebracht werden, verändert , wie auch die Anbindung mit dem Bus verbessert werden. Kiss&Ride heißt das Konzept. Mit dem Vorhaben entsteht auch ein Heizwerk, das  für den gesamten Schulstandort in Elstal wirkt.