Die Bevölkerung Wustermarks ist im Jahr 2019 um fünf Prozent gewachsen, Schreiber rechnet schon sehr bald mit dem oder der 10.000. Einwohner/in. Damit wächst auch der Bedarf an Investitionen in Soziales und Bildung. Dazu werde weiterer Wohnraum, besonders im Geschosswohnungsbau, notwendig, so Schreiber.
Die Otto-Lilienthal-Grundschule wurde saniert und die rund 480 Schüler erhielten zusätzlich einen Erweiterungsbau zum Lernen, inklusive Hort. Mehr als 10 Millionen Euro hat die Gemeinde hier investiert. Doch damit ist das Kapitel Schule nicht beendet. Schreiber möchte "Gas geben", bei der Entwicklung der Heinz-Sielmann-Schule. Grund- und Oberschule, von erste bis zehnter Klasse alles unter einem Dach ist der Plan und Schulleiterin Karsta Höft bestätigt, dass es den Bedarf hier gebe. Im ersten Bauabschnitt entsteht die lange angestrebte Dreifeld-Sporthalle.
Mit dem Immanuel-Seniorenzentrum Elstal wurde im Sommer eine pflegerische Lücke geschlossen. Einwohner, die der Pflege bedürfen, können nun in Wustermark bleiben. Ein weiteres Seniorenzentrum mit 79 Plätzen ist gemeinsam mit der Havelland Klinik geplant.
Wo mehr Menschen unterwegs sind, wird es eng auf den Straßen. Zu den Einwohnern und Pendlern kommen noch Besucher. Rund drei Millionen Menschen im Jahr zieht das Outlet-Center an, eine Million Besucher kommen zu Karls Erlebnisdorf, Tendenz steigend. Schreiber sieht hier einen hohen Bedarf bei der Verkehrsplanung. "Wir sind mit dem Land und mit den Nachbarkommunen im Gespräch", sagt er. Er hält einen Ausbau der B5 für notwendig. Besonders die Verkehrssituation rund um das Outlet-Center müsse entschärft werden. Er gibt seiner Erleichterung Ausdruck, dass die RB 21 auch zukünftig in Wustermark halten wird. Der Schienennahverkehr solle auch weiterhin eine wichtige Rolle in Wustermark spielen, sagt Schreiber, der auch die Attraktivität der Bahnhöfe steigern möchte.
Karls Erlebnisdorf wird weiter ausgebaut. "Ein toller Standort für die Region", sagt Schreiber, der mit immer neuen Attraktionen locke. Auch auf dem Gelände der Adler-Löwe-Kaserne wird das Dorf expandieren, allerdings müssten dafür zunächst die Altlasten entfernt werden. Im ersten Bauabschnitt sollen bis zu 2.000 Übernachtungsplätze geschaffen werden - in individuell gestalteten Häusern.