"Die obere Etage des ehemaligen Schulhauses könnte nach Umbau als Wohnung dienen. Der Sitzungssaal bliebe davon nicht betroffen, und so oft genutzt wird er ohnehin nicht", hatte sie während der Diskussion gesagt.
Seeburgs Ortsvorsteher Harald Wunderlich (Freie Wähler) widersprach ihr, denn das Gebäude wird, in Ermangelung einer Alternative, regelmäßig als Sitzungsraum des Ortsbeirats, der Feuerwehr und des Seeburger Sportvereins genutzt. Außerdem dient der Saal als Aufenthaltsraum für Mitarbeiter des Bauhofes, die das Anwesen als Lagerfläche nutzen.
Zuvor hatte Bürgermeister Jürgen Hemberger (Freie Wähler)mitgeteilt, dass es am Tag zuvor eine Begehung durch den Landkreis gegeben hätte. Dabei kristallisierte sich heraus, dass das Gebäude nicht geeignet ist. Lediglich alleinreisende Jugendliche könnten dort untergebracht werden. Dann allerdings müsste auch Wohnraum für einen Betreuer geschaffen werden.
Ein weiterer Grund ist der Allgemeinzustand des Hauses. Die steile Treppe würde eine Unfallgefahr darstellen. Zudem ist keine Küche vorhanden und außer einer Toilette keinerlei weitere sanitäre Einrichtungen.
Wie Hemberger betonte, "setzt die Gemeinde weiterhin auf feste Flüchtlingsunterkünfte anstelle von Traglufthallen". Diese könnten später schließlich in Sozialwohnungen umgebaut werden und durch den Einbau von Liften in betreutes Wohnen umgewandelt werden.