Gleichfalls noch vor der gemeinsamen Eröffnung durch Bürgermeister Bernd Lück, Fischerkönigin Lena Kiefel und dem Nikolaus hatte sich, auch wie immer, vor der zur "Ketziner Hütte" umfunktionierten Garage bereits eine lange Schlange formiert. 400 Päckchen hatte die Ketziner Frauengruppe an mehreren Abenden liebevoll gepackt und weihnachtlich dekoriert oder bereits so von den zahlreichen Sponsoren erhalten, bei denen sie sich auf diesem Wege bedanken wollen. Denn mit den Reineinnahmen aus dem Verkauf der 1.400 Lose werden alljährlich soziale Projekte für Senioren und auch für die Jugend der Stadt finanziell unterstützt.
Christine und Reiner Loerch konnten berufsbedingt erstmals ihren städtischen Weihnachtsmarkt besuchen, waren von der schon fast familiären Atmosphäre angetan und wollten noch das eine oder andere Weihnachtsgeschenk kaufen. Dafür gab es an den zahlreichen Ständen ausreichend Gelegenheit.
"Warme Mützen sind weniger gefragt, aber meine selbstgestrickten Socken gehen gut", meinte die Ketzinerin Dorit Herrkorn. Sie strickt mit Leidenschaft seit ihrer frühesten Jugend. Eine andere Leidenschaft haben die Mitglieder der Gruppe künstlerische Textilgestaltung, deren Fantasie grenzenlos zu sein scheint, wenn sie auf den Ketziner Veranstaltungen beispielsweise ihre Patchwork-Arbeiten vom Platzdeckchen bis zur Tasche in vielerlei Varianten anbieten. Eine originelle Idee hatte auch das Ketziner Sportstudio. In den verteilten Glückskeksen verbargen sich Gewinne für eine Art Probetraining. Sicher gut für die Zeit nach den Weihnachtsfeiertagen.
Um weniger weihnachtliches, aber mit Bezug zum Standort des Weihnachtsmarktes, ging es bei Mathias Meißner von der Stadtverwaltung. Schließlich soll die Freilichtbühne nicht nur zu solchen wenigen Ereignissen im Jahr genutzt werden. Der Titel "Ketziner Kuss Arena" neben der Skizze mit den hier potenziell möglichen Sport- und Freizeitaktivitäten machte stutzig. Daneben von den Jüngsten in den Kitas Paretz und Tremmen und im Ketziner Hort gebastelte Modelle und eine Box, in die die Besucher ihre Vorschläge und ihre Meinung zum Namen einwerfen konnten. "Rund 100 werden es sein", meinte Meißner und der Name stehe für "Bühne frei für KUltur-Spiel-Sport". In den nächsten Tagen würden die Vorschläge ausgewertet, versprach er.