Jung und Alt hatten sie sich als Motto vorgegeben und so begannen die Kitakinder mit Tänzen und dem gespielten Märchen Hänsel und Gretel während die Seniorinnen eine ganze Palette Kuchen extra für das Fest selbst gebacken hatten. Auch wenn die Mitglieder des Heimatvereines Ribbeck als Gäste ihre Pfeile beim Bogenschießen immer wieder im hohen Gras suchen mussten, zeigten sie dem Nachwuchs unermüdlich die Handgriffe. So war dann auch Lisa (5) ziemlich stolz, als sie die Scheibe endlich getroffen hatte. Sie war mit Oma und Opa Drewicke aus Lietzow zum Ortsteilfest nach Kienberg gekommen. Lucas (4) versuchte sich da lieber an der Schokokuss-Wurfmaschine. Die haben die Sportschützen selbst gebaut und Vorsitzender Dieter Boxhammer freute sich über den Spaß der Kinder, wenn sie mit einem Dartpfeil den Mechanismus ausgelöst hatten und ihnen schließlich die Schokoküsse entgegen flogen. Auch ernsteres war zu erleben. Die havelländische Verkehrswacht zeigte einen Chrash-Test, bei dem ein kindergroßer Dummy auf einem Fahrrad für einen Zusammenprall mit einem Auto herhalten musste. "Wir wollen die Kinder für solche Gefahrensituationen im Straßenverkehr sensibilisieren und die Auswirkungen demonstrieren", sagte Geschäftsführer Peter Spors am Rande des Geschehens. Technik ganz anderer Art gab es nebenan zu sehen. Die Treckerfreunde zeigten Landtechnik aus dem vergangenen Jahrhundert, alles noch einsatzfähig. So erlebten die Besucher einen kurzweiligen Nachmittag, mit dem der seit 1990 ununterbrochen in seiner Funktion wirkende Ortsvorsteher Alexander Schmunk angesichts der zahlreichen Besucher und der vielen ehrenamtlich Mitwirkenden sehr zufrieden war. Natürlich mit einer Ausnahme. Trotz kräftiger Anfeuerung schaffte es die Kienberger Mannschaft trotz minutenlanger äußerster Anstrengung nicht, in der Endrunde die Mannen aus Berge beim Höhepunkt des Tages, dem Tauziehen, zu besiegen. Dass dabei auch mal eine Hose platzte wurde mit entsprechenden Späßen begleitet. "Wir werden uns alle Mühe geben, um mit euch mitzuhalten", kommentierte Ralph Bluhm, Ortsvorsteher von Markee das Geschehen. Er hatte gerade symbolisch das Tau für die Ausrichtung des nächsten Ortsteilfestes in Markee übernommen.