Befragt wurden Kinder und Jugendliche von elf bis 15 Jahren, außerdem Besucher der Jugendclubs. 812 Fragebögen werteten die engagierten Mitglieder des JugendsprecherInnenrats in ihrer eigenen Freizeit aus, um zu erfahren, was den Teilnehmern in Falkensee gefällt, wo sie gerne hingehen, und an welcher Stelle sie gerne Verbesserungen hätten.
Zur bevorzugten Freizeitgestaltung gehören Treffen mit Freunden. Die befragten Jungen waren allerdings in Sachen "Computerspiele/Konsole" schon im Grundschulalter überrepräsentiert. Jüngere halten sich in ihrer Freizeit gerne auf den Spielplätzen der Stadt auf, die aber offenbar auch den älteren Schülern als Treffpunkt und Aufenthaltsort dienen. Sehr beliebt sind Waldbad und Falkenhagener See. Das Haus am Anger kennen viele der Befragten durch die Schule, als Freizeiteinrichtung hingegen scheint es nicht so geläufig zu sein. Damit auch die jüngeren Schüler die Angebote der Jugendclubs wahrnehmen, ist hier noch stärkere Öffentlichkeitsarbeit notwendig. Im Schnitt zweimal wöchentlich wird die Musikschule besucht, auch die Angebote der Stadtbibliothek werden wahrgenommen. Sportvereine sind allerdings für die Kinder und Jugendlichen von größerer Bedeutung. Wichtig ist gerade für jüngere Kinder eine gute Erreichbarkeit der Freizeitangebote, auch die Kosten spielen eine Rolle. Für SEK I-Schüler sind die Kosten nicht mehr so entscheidend, in der Gruppe der Jugendclubbesucher hingegen schon. Flyer bringen offenbar wenig, wenn Freizeitangebote bekannt gemacht werden sollen. Die Kinder und Jugendlichen informieren sich eher über die Eltern, sieben Prozent der befragten Grundschüler gaben an, die Tageszeitung zu lesen.
Freizeitangebote in anderen Städten werden ebenfalls wahrgenommen, zum Reitunterricht fahren die Kinder etwa nach Dallgow, außerdem spielt Berlin bei der Freizeitgestaltung eine gewisse Rolle. Bei der Frage nach ihren Wünschen für die Zukunft in Sachen Freizeitgestaltung in Falkensee nannten viele der Befragten ein Hallenbad, ein Shopping-Center und Fast-Food-Angebote. Auch freies WLAN und eine qualitative und quantitative Verbesserung der Bolz- und Basketballplätze hätten die Kinder und Jugendlichen gern.
"Wenn wir die Kinder und Jugendlichen ernst nehmen wollen, müssen wir herausfinden, auf welche Weise wir ihre Meinung erfragen können", erklärte Matthias Hofmann. Vielen ist es wichtig, informiert zu werden, Ansprechpartner zu haben. Auch die Möglichkeit zur Mitbestimmung hat einen hohen Stellenwert. Übrigens: Eine Broschüre soll die Ergebnisse der Umfrage in Kürze zusammenfassend darlegen.