Die Preisrichter vergaben 96 von 100 Punkten an seine Thüringer Flügeltauben, womit seine erfolgreiche Zuchtarbeit erneut mit dem Schirmherrenpreis des Bürgermeisters der Stadt Ketzin/Havel, Bernd Lück, gewürdigt wurde. In diesem Jahr wurde er mit seinen Tauben bereits Landesmeister, wie er am Rande der Ausstellung erzählte.
Schirmherrenpreise konnten gleichfalls Leon Schrobsdorff mit seinen "Hasenkaninchen rotbraun" und Hans-Joachim Graf mit seinen fast fünf Kilogramm wiegenden Fleischhühnern der Rasse Brahma erringen. Eine Rasse, deren spezielles Merkmal Federn an den Läufen sind, die an den Außenseiten zur Seite wachsen und die bereits seit etwa 1850 in Deutschland gezüchtet wird. "Man muss schon ein bisschen verrückt sein wie ich, diese Rasse zu züchten", meinte er nach seiner Ehrung. Wirtschaftlich sei das nicht, aber ein schönes Hobby, meinte er.
Das ist es auch für die anderen 28 Zuchtfreunde, die mit 122 Stück Geflügel den rund 200 Besuchern einen kleinen Eindruck von der Schönheit und Rassenvielfalt ihres Hobbys vermittelten. 71 Kaninchen von 16 Rassen und Farbschlägen stellten die Zuchtfreunde vor. So auch Ausstellungsleiter Fred Jäkel. In der diesjährigen Ausstellung des 57 Jahre bestehenden Vereins gelang es ihm zwar nicht, den Schirmherrenpreis zu gewinnen, aber auf der Bundesschau in Halle wurde einer seiner Rammler der Rasse "Zwergwidder dunkel-eisengrau" aus einem anderen Wurf mit der eher selten vergebenen hohen Punktzahl von 97,5 von 100 möglichen bewertet und stellte damit in seiner Rasse das beste Tier da. So wurde Fred Jäkel in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal Bundessieger.
Besonders freute er sich, dass in diesem Jahr an der Tremmener Vereinsschau zwei Jungzüchter des Vereins teilnahmen und das recht erfolgreich. Jamie Kempter aus Etzin wurde für seine "Zwergwidder lohfarbig schwarz" mit einem Pokal geehrt und Maximilian Fritz (11), ebenfalls aus Etzin, findet die Tauben der Rasse "Texaner rotfahl" interessant. Immerhin 94 Punkte vergaben die Preisrichter an seine Tauben. Für einen Anfänger eine Top-Leistung, befand Ausstellungsleiter Jäkel und merkte an, dass junge Interessenten für die Kleintierzucht jederzeit willkommen seien.