Der Landkreis Havelland verfügt über rund 45 Hektar große landwirtschaftliche Flächen, die verpachtet sind. Die Bündnisgrünen im Havelland wollen sich weiter dafür einsetzen, dass auch auf den zukünftig neu verpachteten kreiseigenen Flächen des Havellandes weiter kein Glyphosat eingesetzt wird.
"Wir begrüßen es, dass auf den nicht-verpachteten Flächen schon jetzt auf Glyphosat verzichtet wird. Leider enthalten allerdings die derzeitigen Verträge der mehr als 45 Hektar großen kreiseigenen Flächen keine Vorgaben zum Einsatz von Pflanzenschutzmitteln", sagte Grünen-Fraktionschef Wolfgang Seelbach mit Verweis auf die Antwort von Landrat Roger Lewandowski (CDU) auf eine Anfrage.
Glyphosat soll laut der Krebsforschungsagentur der WHO wahrscheinlich krebserregend für Menschen sein und es soll die biologische Vielfalt zerstören, wie Seelbach meinte. Der Einsatz sei in der EU ohnehin sehr umstritten und konnte nur mit knapper Mehrheit im November um fünf Jahre verlängert werden. In dem Zusammenhang freut es ihn besonders, dass die Agrargenossenschaft Gülpe in einer Selbstverpflichtung beschlossen habe, auf weiteren 152 ha konventionell betriebenen Ackerflächen auf Totalherbizide zu verzichten.