Knapp 40 davon zeigt sie in einer neuen Ausstellung im Ketziner Seniorenzentrum "Kurt Bohm", die am Montag für die Bewohner des Hauses und die zahlreichen Helfer und Gäste eröffnet wurde. Wie sie selbst sagte, hat sie als langjährige Fürsorgerin die Probleme der Menschen kennen gelernt.
Manche seien eben nur mit Humor zu ertragen, meinte sie und davon hat sie einen schier unendlichen Vorrat, wie ihre Bilder zeigen. Die seien auch eine Art Lebenshilfe, eben eine ganz spezielle, meinte die Hobbykünstlerin.
Ein Motto ihres Lebens nannte sie beim Rundgang: "Betrübe dich nicht selber mit deinen eigenen Gedanken".
So zauberte sie mit ihren humor-gespickten Zeichnungen und Sprüchen bei den Bewohnern so manches Schmunzeln ins Gesicht. Und passend dazu: "Das Alter, das man haben möchte, verdirbt das Alter, das man hat". Gelernt hat sie ihr Handwerk zunächst ab 1960 an der Meisterschule für Grafik und Buchgewerbe in Berlin-Friedenau. Mit dem Mauerbau waren die Fahrten nach West-Berlin nicht mehr möglich.
Erst sehr viel später, 1976-78, hatte sie die Möglichkeit, ihr künstlerisches Rüstzeug beim Abendstudium an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee zu vervollkommnen.
Die teils mit feinsinnigem, teils aber auch mit drastischem Humor gespickte Ausstellung kann täglich von jedermann im Seniorenzentrum in der Potsdamer Straße besichtigt werden.