Ziemlich still war es in letzter Zeit um den MAFZ Erlebnispark in Paaren-Glien. Geschuldet ist das den Corona-Eindämmungsverordnungen. Auch wenn der Park derzeit wieder komplett geschlossen ist, untätig ist hier niemand der 35 Mitarbeiter. Die beiden Geschäftsführer Ute Lagodka und Steffen Krebs blicken auf ein Jahr zurück, mit dem niemand gerechnet hat.

Eigentlich begann alles wie immer

Es begann eigentlich alles wie immer. Über den Jahreswechsel 2019/20 tobten die Kinder bei den Family Fun Days durch die Hallen, dann folgte die Börse für Ausbildung und Studium im Januar, die Hochzeitstage und wieder Family Fun Days in den Winterferien. Als dann im Frühjahr alle Zeichen auf Saisonstart im Außenbereich standen, kam Corona und nichts ging mehr. Alle für das Jahr geplanten Veranstaltungen mussten abgesagt werden.
Die Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung (BraLa), die mit ihren Einnahme viele andere Veranstaltungen erst ermöglicht, fiel genauso aus, wie der Pferdesommer, Schlachte- und Brauereifeste und das Erntefest. Gelder, die für die Vorbereitung der Veranstaltungen ausgegeben wurden, konnten nicht wieder eingenommen werden.

Park-Gelände durfte im Juli aufmachen

Im Juli dann eine kleine Erleichterung. Auch wenn weiterhin keine Veranstaltungen möglich waren, so durfte doch wenigstens das 23 Hektar große Gelände mit dem Arche Haustierpark und den Spielmöglichkeiten wieder besucht werden - wenn auch unter Einhaltung eines Hygienekonzepts. So durften beispielsweise keine Speisen und Getränke auf dem Gelände verzehrt werden.
Um die erhöhten Personalkosten für Einlass-, Kontroll- und Toilettendienste zu decken, wurde ein kleiner Eintritt genommen. „Das wurde von den Menschen erstaunlich gut angenommen“, berichtet Ute Lagodka. Viele seien auch ohne den Anreiz von Veranstaltungen nach Paaren gekommen, um ein paar schöne Stunden zu erleben.

Schließung im zweiten Lockdown

Das ist freilich auch schon wieder Geschichte. Seit der „Lockdown light“ gestartet wurde, ist auch das MAFZ-Gelände wieder geschlossen - bis mindestens 20. Dezember. Lange geplante Dinge, wie ein Weihnachtszirkus, der ab 18. Dezember ein spezielles Programm zeigen wollte, oder die Hochzeitstage Anfang Januar mussten abgesagt werden.

Paaren-Glien

Optimistisch in die Zukunft blicken

Trotzdem blicken die beiden Geschäftsführer optimistisch in die Zukunft. Auf dem Gelände wurde und wird gewerkelt und gebaut. Die Mitarbeiter halten das Gelände nicht nur in Ordnung, sondern arbeiten auch an dessen Erweiterung und Verschönerung. „Wir wollen den Menschen noch mehr Anreize bieten, uns auch ohne spezielle Veranstaltung zu besuchen“, betont Steffen Krebs. So habe man in den vergangenen Wochen die große Lok und die Feuerwehr für die Kinder komplett auseinander genommen und neu wieder zusammengesetzt.

Haustiere bekommen Konkurrenz durch Exoten

Der Arche Haustierpark wurde modernisiert und erweitert. Die vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen bekommen demnächst Konkurrenz - von Exoten. Was genau da bald in den neuen Gehegen umher hüpft, soll aber noch nicht verraten werden. Die neuen Spielgeräte und Tiere sollen dann zur Saisoneröffnung im März präsentiert werden. Dann soll es auch die Möglichkeit geben, Tierpatenschaften zu übernehmen oder Fütterungen zu buchen.

Upcycling und hauseigene Holzproduktion

Für die Baumaßnahmen wurde sich in Zeiten knapper Kassen auf Recycling von vorhandenem Material und Eigeninitiative gestützt. So habe man selbst im Wald Bäume für Holz gefällt und im hauseigenen mobilen Sägewerk zu Brettern verarbeitet, wie Steffen Krebs stolz berichtete.
Trotz der Tatsache, dass auch für das kommende Jahr viele Unsicherheiten herrschen, freuen sich die beiden Geschäftsführer darauf. Die Planungen laufen im Hintergrund auf Hochtouren - auch wenn hinter vielem noch große Fragezeichen stehen.