Rückblickend auf das vergangene Jahr würdigte Müller die Anstrengungen bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge, insbesondere durch die Initiative "Willkommen in Falkensee" und die Lokale Agenda. Er erinnerte an den erfolgreichen Start der Werbegemeinschaft Falkensee und an die traditionellen, jährlichen Veranstaltungen, wie den "Lauf der Sympathie", die Veranstaltungen in der Stadtbibliothek und das Stadtfest, dessen Initiator und langjähriger Organisator Gerhard Brandt leider Anfang dieses Monats im Alter von 68 Jahren verstorben ist.
Ein Höherpunkt im städtischen Leben war zweifellos die Eröffnung der neuen Stadthalle am 1. April 2016. Ein kurzer Dokumentarfilm von Heide Gauert veranschaulichte die Entwicklung von der Grundsteinlegung über die Eröffnungsfeier bis zur heutigen Nutzung. Mit ihren sportlichen und kulturellen Einrichtungen erweitere das Bauwerk die Vielfalt des Freizeitangebots deutlich. Einschließlich der Buchungen bis April dieses Jahres ergäben sich 88 reine Veranstaltungstage im Verlauf von 12 Monaten, eine gute Bilanz für den Start, meint Heiko Müller. Steigerungsmöglichkeiten gäbe es noch bei der Besucherzahl. So sei noch nicht ausreichend bekannt, dass Eintrittskarten nicht nur im Internet verkauft werden (auf der Webseite der Stadthalle), sondern auch an allen Vorverkaufsstellen, z.B. real,-Markt, im Havelpark und in den Reisebüros.
Erfolge seien auch bei der Erweiterung des VDSL-Netzes zur Versorgung mit schnellem Internet erreicht worden. Radwege und Anliegerstraßen wurden weiter ausgebaut. Bis 2023 soll der Straßenausbau abgeschlossen sein. Als problematisch haben sich die Zustände an den Falkenhagener Seen erwiesen. Nach Wochenenden mit sommerlichen Temperaturen habe die Stadt Müll und Grillreste in unzumutbaren Mengen entsorgen müssen. Neue Benutzerregeln und strengere Kontrollen waren erforderlich. Problematisch - aber leider unvermeidbar - seien auch die Verkehrseinschränkungen für den Ausbau der L201 (Spandauer Straße).
Im Ausblick auf 2017 verwies Heiko Müller auf das Hallenbad-Projekt und die öffentliche Veranstaltung am 7. Februar. Weitere große Vorhaben seien der Sportplatz-Neubau am Liese-Meitner-Gymnasium, die Sporthalle des Vicco-von-Bülow-Gymnasiums, die Fertigstellung der Feuer- und Rettungswache, der Bau der Kita Rohrbecker Weg, die Sanierung des Hortes Holbeinstraße und der Rathaus-Verbinderbau zur Schaffung der Barrierefreiheit für Behinderte. Wohnbauten privater Vorhabenträger seien am Standort der Alten Kaufhalle im Zentrum, am Akazienhof und in der Schwarzkopfstraße geplant. Für das SeeCarré habe der Projektentwickler einen Baustart in diesem Jahr vorgesehen. Am Standort der alten Stadhalle gäbe es einen Wettbewerb, an dem sich sechs Architekturbüros beteiligen. Falkensees Bürgermeister schloss mit dem Dank an alle engagierten und ehrenamtlich tätigen Bürger, von denen die SSV-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete, Barbara Richstein (CDU), mehrere auszeichnete.
Musikalisch gestaltet wurde der Abend von dem Akkordeon-Quintett der Musik- und Kunstschule Havelland und der Band "Karlson Akustics". Für die rund 400 geladenen Gäste aus Politik, Ehrenamt, Kultur und Sport, darunter die Geschäftsträgerin der Botschaft Madagaskar Florence Isabelle Rafaramalala, Landrat Roger Lewandowski (CDU), Schauspielerin und Buchautorin Désirée Nick, die Kanu-Olympiasieger Ronald Rauhe und Andreas Dittmer, gab es anschließend Gesprächsmöglichkeiten bei einem Currywurst-Imbiss und Getränken.