Rund 100 Veranstaltungen pro Jahr, 60 Führungen, alle pädagogisch begleitet, Stadtrundfahrten, auch für Touristen, das seit mehr als zehn Jahren. Die Nachfrage sei ungebrochen, berichtet Gabriele Helbig, teilweise müssten sogar Anfragen abgelehnt werden - aus organisatorischen Gründen. Die Stadt Falkensee beschäftigt in Museum und Galerie zwei Mitarbeiter, daneben wirkt der Förderverein als wichtiger Partner, etwa bei der Beantragung von Fördermitteln.
In den letzten 25 Jahren habe sich viel geändert, eine neue Ausstellung sei etabliert worden, die Bildung von Schülern sei sehr erfolgreich verlaufen, im Stadtgebiet seien einige Gedenktafeln aufgestellt worden.
Traditionelle Veranstaltungen wie das Backofenfest sind regelmäßig gut besucht, zuweilen fast überfüllt, das Sommerkino muss ausgelagert werden, wäre im Garten des Museums gar nicht machbar.
Seit 2014 ist Bert Krüger im Rahmen eines Kooperationsvertrags der Stadt Falkensee mit dem Landkreis Havelland, der die halbe Stelle fördert, in Museum und Galerie als Museumslehrer unterwegs. Er hat im letzten Jahr insgesamt 58 Gruppen betreut. "Viele Ideen, die bis dahin in der Schublade lagen, konnten seitdem erfolgreich umgesetzt werden", berichtete Krüger den Ausschussmitgliedern.
Die Dauerausstellung im denkmalgeschützten Museumsgebäude an der Falkenhagener Straße gilt als Ausgangspunkt für alle Aktivitäten im Tagesgeschäft.
Themenschwerpunkte sind dabei Nationalsozialismus und DDR-Geschichte. Archivrecherche, Sonderausstellungen, etwa im Rahmen von Fotokursen an Falkenseer Schulen, und Besuche im Geschichtspark bringen viel Bewegung in die Arbeit mit den Schülern. "Die Schüler nähern sich auf andere Weise an die Geschichte an. Durch die Förderung konnten wir das verstetigen", so Krüger.
Kritisch merkte Museumsleiterin Gabriele Helbig allerdings an, dass sowohl die räumlichen Gegebenheiten, vor allem für Archiv und Depot, als auch Personal und Finanzen ebenso stetig knapp geblieben sind. "Das jährliche Budget liegt unverändert bei 6.300 Euro."
Grund für Gerd-Henning Gunkel (GRÜNE/ABü), den Fraktionen die Thematik für die nächste Haushaltsberatung ans Herz zu legen."Auch der Punkt "personelle Ausstattung' ist bei der nächsten Haushaltsberatung dran", sorgte Gunkel für Hoffnung bei den Betroffenen.