Rund 20 freiwillige Helfer des NABU haben kürzlich den Amphibienzaum im Forstweg in Brieselang aufgestellt. Bei vielen helfenden Händen war der etwa 450 Meter lange Zaun in zwei Stunden aufgestellt. Die gemeinsame Aktion des NABU-Landesverbandes und der NABU-Ortsgruppe Osthavelland wird die besonders stark vom Klimawandel betroffenen Amphibien bei ihren Wanderungen unterstützen.

Hunderte tote Kröten auf dem Weg zum Friedhof

2.000 bis 4.000 Erdkröten überqueren bei ihren Wanderungen in den Nächten des Frühjahres die Straße, die zum Forsthaus und zum Friedhof führt. Fred Meister vom NABU Osthavelland sorgt seit 2004 für eine sichere Passage, in dem er bei Aufbau und Betreuung des Zaunes hilft. Er berichtet, wie wichtig der Zaum für die Tiere sei, hat schon hunderte totgefahrener Kröten auf dem Waldweg eingesammelt.

Zäune können nach wenigen Wochen wieder weg

Um die Verluste niedrig zu halten, setzt der NABU Osthavelland an dieser Straße und an drei weiteren im Havelland die grünen Zäune am Straßenrand. Die Zäune werden täglich kontrolliert, die in den Eimern dahinter aufgefangenen Kröten werden eingesammelt und über die Straße getragen. Vier bis sechs Wochen lang, dann kann der Zaun wieder abgebaut werden. Da sich viele Amphibien bereits mit den ersten frostfreien Nächten auf den Weg machen, müssen die Naturschützer flexibel auf das Wetter reagieren.

Pfeifengraswiese soll am Samstag gepflegt werden

Dass diesmal so viele Helfer vor Ort waren lag auch an Laura Klein, NABU Referentin und Leiterin des Projektes „Lebenswerte Natura 2000 Gebiete“. Dabei geht es um Fauna-Flora-Habitate (FFH), zu denen auch Brieselang und der Bredower Forst gehört. Klein hatte für die Naturschutzarbeit vor Ort begeistern können.
Noch mehr aktiver Naturschutz ist am Samstag, 6. März, geplant. Da geht es um die Pflege der Pfeifengraswiesen bei Brieselang. Treffpunkt ist der Netto Parkplatz nahe der Brieselanger Nymphe. Wer um 10.30 Uhr dazukommt, sollte bequeme Arbeitskleidung und Schuhe dabeihaben.