Der Landtagsabgeordnete Johannes Funke (SPD) erzählte später in seiner Rede eine Anekdote, die genau diese Bewegung beschreibt. Funke berichtete, wie er nur mal eben beim parteilosen Bürgermeister der Gemeinde, Holger Schreiber, zum Antrittsbesuch vorbeischauen wollte. "Ich stellte die Frage, was sich so tut in Wustermark", erzählte er und auch, dass die folgenden drei Stunden prall gefüllt mit Informationen rasch vergingen. "Herr Schreiber hat wirklich viel und auch sehr viel spannendes über Wustermark zu berichten", so Funke weiter.
Die rund 150 Gäste, unter ihnen auch der Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretär Uwe Feiler (CDU), führte Schreiber in seiner Rede noch einmal durch das Jahr 2019. Er würdigte die Senioren-, ebenso wie die Jugendarbeit, hatte lobende Worte für die zahlreichen Vereine und würdigte deren Engagement, die Ausrichtung von Festen und Feierlichkeiten rund ums Jahr. Er richtete sich mit freundlichen Worten an die Sportvereine und mit großem Dank an die Freiwillige Feuerwehr.
Ganz Besonders wendete er sich an die Mitglieder Bürgerinitiative "Nicht ohne Wustermark", die sich erfolgreich für die weitere Anbindung des Bahnhofes Wustermark an die RB 21 eingesetzt hatten. "Vorbildlich", nannte er ihren Einsatz. Er blickte zurück auf den Besuch der Bildungsministerin Britta Ernst, die einen Fördermittelbescheid über 5,5 Millionen Euro für die Drei-Feld-Sporthalle in Elstal übergeben hatte, auf private Projekte, wie das der Landwirt-Familie Jürgens, die auf ihren Feldern Blühpatenschaften vergeben hatten und auf Ereignisse aus der Wirtschaft, wie die Entwicklung in Karls Erlebnisdorf und die Eröffnung der Wasserwelt. Dazu die Einweihung der Mitfahrbank in Priort, sowie neue Bauprojekte für die Kleinsten und Ältesten in der Gemeinde.
Und er nahm mit auf eine Reise in die Zukunft Wustermarks. Bereits in diesem Jahr werden die ersten Neubauten im Olympischen Dorf bezugsfertig sein. Im Juni wird es hier wieder einen "Tag der offenen Tür" geben. Die Bauarbeiten an der Rostocker Straße werden fertiggestellt. Die im Güterverkehrszentrum (GVZ) gelegene Straße ist für den Betrieb dort von elementarer Bedeutung. Das GVZ sei für Wustermark wichtig, sagte Schreiber. Die steuerlichen Einnahmen brauche Wustermark. Der Bau Drei-Feld-Sporthalle soll in 2020 deutlich voranschreiten. Am Bahn-Technologie-Campus begännen in diesem Jahr die Erschließungsarbeiten, berichtet Schreiber und für das Seniorenzentrum solle in diesem Jahr Baustart sein.
Schreiber kündigte an, das Verkehrskonzept fortzuschreiben, das Radwegenetz auszubauen und den Bahnhofsvorplätze eine Frischekur zukommen zu lassen. Auch das Klimaschutzkonzept soll fortgeschrieben werden. Geplant sei auch eine Aufwertung des Ortskerns in Hoppenrade und im Ortsteil Buchow-Karpzow soll für das Gutshaus ein Gesamtkonzept entwickelt werden. Die Planung für die Grundschule Elstal soll beginnen, ebenso die Planung für eine Kita in Elstal für rund 140 Kinder. Für weitere 100 Kinder wird die AWO (Arbeiterwohlfahrt) eine Kita in Elstal betreiben, für das Gebäude dazu sollen in diesem Jahr die Bauarbeiten beginnen.
Und gefeiert wird auch 2020 wieder. Dreißig Jahre Deutsche Einheit. "Für uns eine Erfolgsstory", sagte der Bürgermeister. Und fügte hinzu: "Für die meisten Einwohner unserer Gemeinde ein Glücksfall." Er selbst hat quasi einen runden Geburtstag zu feiern: 2020 ist Holger Schreiber zehn Jahre Bürgermeister der Gemeinde Wustermark.
Der Bundestagsabgeordnete Uwe Feiler ging in seiner Rede auf den Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" ein. Er ermunterte die anwesenden Ortsbeiräte, sich hierfür zu bewerben. "Sie alle hätten gute Chancen", sagte er. Die Ortsvorsteherin von Hoppenrade, Martina Gerth, ging in ihrer Rede sogleich auf das Angebot ein. "Wir werden uns bewerben", sagte sie. Neben Gerth gaben auch die anderen Ortsvorsteher Ausblick auf das, was kommt. Sie alle dankten, wie auch Schreiber zuvor, allen ehrenamtlich Aktiven in der Gemeinde. Dann wurde es unruhig auf den Stühlen. Allgemeines hin und her, auf und ab wippen bei den Rhythmen der Wustermarker Band "Fellows", bevor es hieß: "Das Buffett ist eröffnet!"