Die Telefone laufen heiß, mit Protesten ist zu rechnen. Die Zivilgesellschaft, darunter das Falkenseer Bündnis gegen Rechts hat am Dienstag nach Bekanntwerden genauso zu einer Gegendemonstration aufgerufen wie die Initiative "Willkommen in Falkensee". Diese setzt sich für eine solidarische und gastfreundliche Stadt ein, in der auch Asylsuchende auf ganzer Linie Rückhalt erfahren sollen. Erwartet werden zudem zahlreiche Vertreter von Parteien, die sich den Rechtsextremen ebenfalls entgegenstellen wollen. Die Gegenkundgebung soll noch am heutigen Dienstag angemeldet werden. Telefonketten sind laut Angaben von Michael Richter-Kempin, Sprecher des Bündnisses gegen Rechts in Falkensee, bereits organisiert worden. "Wir wollen, das möglichst viele Leute vor Ort sind, um zu protestieren", sagte er. Ob Vertreter der Stadt vor Ort sein werden, ist indes unklar. Falkensees Bürgermeister Heiko Müller (SPD) sagte: "Leider hat eine NPD-Demo den Effekt, dass es öffentlich transportiert wird. Das ist genau das, was wir denen nicht gönnen."
Die Demonstration der NPD ist an der Spandauer Straße 174 bis 176 an der Rotunde nahe der Herlitz-Siedlung geplant - angemeldet ist sie von 10.30 bis 12 Uhr. Laut Angaben von Polizeisprecherin Ingrid Schwarz sei kein großer Polizeieinsatz geplant. "Wir sind vor Ort und haben die Veranstaltung im Fokus. Wir wollen die Demonstration aber nicht überbewerten, sie aber auch nicht ,unter ferner liefen' betrachten", sagte sie. Zum Einsatz kommen sollen Polizeikräfte aus Falkensee respektive dem Havelland. Eine Hundertschaft werde nach Stand der Dinge nicht ausrücken. "Wir sind optimistisch und gehen von einem friedlichen Ablauf aus. Wir schützen lediglich das Grundrecht auf Versammlung", so Koppe zudem.