Die Bilder in seiner improvisierten Galerie wirkten auf den Besucher wie ein Spaziergang durch faszinierende Brandenburger Landschaften mit all ihrer Vielfalt und Schönheit der Natur. Der Ketziner Hobbymaler Wolfgang Krause (80) stellte einen Ausschnitt seines 25-jährigen künstlerischen Schaffens am vergangenen Wochenende zum Tag des offenen Ateliers der Öffentlichkeit vor.

Die Ruhe der Natur

„Ich bin viel zu Fuß, mit dem Fahrrad und auch mit dem Motorrad unterwegs. Die Natur im Havelland hat für mich etwas Besonderes“, schwärmte er. Hier findet er seine Motive. „Wenn mir eins besonders gefällt, fahre ich auch nochmal hin und male es“, erzählte er und schwärmte von der Ruhe in der Natur. So sind es mal eine Allee mit Wiesenweg und blühenden Rapsfeldern, mal ein Wald mit den typischen Brandenburger Kiefern oder auch die alle paar Meter wechselnden Motive der Wasserlandschaft, die er mit seinen Ölbildern in vielen Freizeitstunden gestaltete.

Bilder leuchten regelrecht

Beeindruckend sei immer wieder die Vielfarbigkeit der Natur, sagte er. So hat Autodidakt Krause das unendlich vielfältige Spiel von Licht und Schatten eingefangen. Es lässt viele seiner Bilder regelrecht leuchten. Dabei legt der Hobbykünstler Wert auf die Details. Mal sind es die Schatten, mal die Sonnenstrahlen zwischen den Stämmen der Kiefern oder auch die Farbnuancen eines Gewässers.

Silberreiher ist eines der Lieblingsmotive

„Beeindruckende Bilder, davor kann man nur den Hut ziehen“, lobte Manfred Lautsch, ein Nachbar von Wolfgang Krause, mitten in der Diskussion über ein Bild mit Silberreiher an einem Ketziner Gewässer. „Es ist eines meiner Lieblingsmotive“, meinte er und schwärmte von einem Spaziergang, bei dem er 20 der imposanten Vögel mit der langen typischen Feder am Kopf zählen konnte. Dieses Motiv habe ihn schon bei dem Werderaner Landschaftsmaler Karl Hagemeister, einem seiner künstlerischen Vorbilder, außerordentlich gefallen und inspiriert, sagte er.

Vom Spreewald bis zur Prignitz

Auch wenn es überwiegend sonnendurchtränkte, sommerliche Landschaften sind, hat der Hobbymaler die Vielfalt der Natur gleichfalls in den anderen Jahreszeiten malerisch gestaltet. Zwar überwiegend im Havelland, aber auch vom Spreewald bis zur Prignitz findet er seine Motive.
Wie Wolfgang Krause öffneten auch zahlreiche andere Ketziner und havelländische Künstler in den unterschiedlichsten Schaffensbereichen in diesem Jahr wieder ihre Ateliers und konnten sich, wie bereits in den Vorjahren, über reges Besucherinteresse freuen.