In dem von Kathleen Kunath, Sprecherin der Initiative, unterzeichneten Schreiben wird vor allem das Fehlen von ausreichenden Räumen für die Arbeit der Willkommensinitiative angeprangert. So gebe es keine "feste Anlaufstelle" beziehungsweise keinen "ständigen Treffpunkt", an dem "dauerhaft und selbstbestimmt" die Kernaktivitäten, darunter Beratungs-, Schulungs-, Kultur- oder Kochangebote für Flüchtlinge, ausgeübt werden könnten.
Der Frust entzündet sich zudem darin, dass die stadteigene Gegefa GmbH laut Meinung von Kunath die Immobilie "Potsdamer Straße 2" (ehemalige Taperei/Sportsbar), für das Vertreter der Initiative offenbar ein Kaufangebot unterbreitet hatten, die "Vergabeentscheidung offensichtlich allein von der Höhe des Kaufpreises" abhängig mache. Und: Mit Fragen wie "Wieso will unsere Stadt hier kein soziales, bürgerschaftliches Engagement unterstützen? Wo sind die von der Stadt initiierten Integrationsprojekte? Welche Bedeutung haben die Gemeinwohlbelange bei der "Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft" der Stadt Falkensee, wenn sich die Vergabeentscheidung nur am Preis orientiert? Wie will die Stadt zusammen mit ihren Bürgern ein funktionierendes Gemeinwesen aufbauen?" übt die Initiative gewaltigen, wohl aber unverständlichen Druck auf die Stadt aus.
Ein nicht gerade erfreuter Bürgermeister sagte dazu: "Wir sind überrascht und enttäuscht zugleich. Wir haben der Willkommensinitiative zahlreiche Angebote unterbreitet, darunter die Nutzung des Objektes ,Bahnhofstraße 80' oder zum Beispiel die Nutzung der Beratungsräume im Musiksaalgebäude, und damit das soziale Engagement unterstützt. Warum wurden unsere Angebote zurückgewiesen?", hinterfragte Müller seinerseits. Außerdem vermisst der Verwaltungschef nötigen Respekt, weil etwa die Unterstellung, Falkensee habe kein funktionierendes Gemeinwesen, der Realität überhaupt nicht entspreche. "Der im Brief vermittelt Eindruck, nach dem Motto ,wir machen nichts', ist nicht zu tolerieren. Ich finde das nicht in Ordnung. Das ist keine konstruktive Zusammenarbeit."