Das Wahldesaster bei den Bundestagswahlen haben die Piraten noch nicht ganz verdaut, doch das Klagen hilft rückblickend nur wenig. "Wir knabbern zwar noch daran, schauen aber nach vorne", sagte Heydt deshalb auch. "Wir müssen und wollen uns auf kommunaler Ebene verankern. Das können wir auch schaffen", meinte er weiter.
Der Kreisvorsitzende, der Landtagskandidat seiner Partei ist, betonte zudem, dass die Piraten mit offenen Listen antreten werden. Das heißt, jeder, der die Ziele und Inhalte mitträgt, kann auf der Liste kandidieren.
Dass die Piraten diesen Weg verfolgen, verwundert nicht, schließlich sind etwa im ländlichen Raum auch nicht allzu viele Parteimitstreiter politisch aktiv, als dass sie darauf verzichten könnten.
Bei den Kommunal- und Landtagswahlen wollen die Piraten vor allem mit bildungspolitischen Themen, etwa mit virtuellen Bildungsguthaben um die Gunst werben. Das heißt, Städte und Kommunen, die Kitas und Schulen in ihrer Trägerschaft haben, sollen finanziell vollständig aus Landeshand unterstützt werden.
"Das sorgt für Entlastung. Das Geld folgt sozusagen den Kindern, weil es direkt in die Einrichtung fließt. Die Schulen können gemäß ihrer Bedürfnisse, etwa im Hinblick auf das Personal oder Anschaffungen, vor Ort entscheiden, wie sie die Gelder einsetzen", so der Kreisvorsitzende.