Aus dem Tal der Tränen sind die Piraten zwar noch nicht vollends heraus, doch die Weichen sollen im Hinblick auf die Kommunal- und Landtagswahlen im kommenden Jahr schnellstmöglich gestellt werden. "Wir wollen angreifen", sagte Heydt.
Auf der Kreismitgliederversammlung steht indes ohnehin ein parteiinterner Wahlmarathon an. So will der amtierende Vorsitzende auch für den Landtag im Wahlkreis V (Havelland I, Raum Nauen) kandidieren, sofern das Votum positiv ausfällt. Einen Gegenkandidaten gibt es bisher nicht. "Die Menschen haben eine bessere Vertretung verdient, als einen Bauernlobbyisten oder jemanden, der vom Leben noch nichts gesehen hat, außer seiner Partei", meinte Heydt harsch. Wer damit gemeint ist, liegt mit Blick auf die bisherigen Kandidaturerklärungen mit Udo Folgart, Michael Koch (bereits nominiert) und Andrea Johlige wohl auf der Hand.
Im Wahlkreis VI (Havelland II, Raum Falkensee) will sich davon unabhängig zudem Rainer Kieker um ein Mandat bewerben. Auch er muss sich natürlich noch das Okay der Piratenmitglieder holen.
Apropos. Offiziell haben die Freibeuter im Havelland derzeit etwas mehr als 70 Mitstreiter, darunter allerdings ziemlich viele Karteileichen. Zum harten Kern gehören etwa 20 Mitglieder. Weil dementsprechend personell gesehen ein Engpass für die Aufstellung von Kandidaten bei der Kommunalwahl drohen könnte, überlegen die Piraten, ob sie in Form einer offenen Liste politisch interessierte Menschen dazu bewegen können, auf dem Ticket der Partei kandidieren zu wollen. Inhaltlich wollen sich die Piraten auf kommunaler Ebene in der Kinder-, Jugend- und Bildungspolitik Profil verschaffen.
Info: Der öffentlich Parteitag findet am Samstag, 19. Oktober, um 12.30 Uhr im Nauener Restaurant "Casa Toro Negro", Berliner Straße 1, statt.