So wird der 27-jährige Premnitzer Altenpfleger René Streich als Spitzenkandidat der Piraten im Wahlkreis I (Raum Rathenow) antreten. "Transparenz ist kein Hexenwerk, man muss sie nur wollen. Dafür stehe ich ein", sagte er etwa. Der 33-jährige Zahnarzt Peter Hartung aus Schönwalde steht auf Listenplatz 1 im Wahlkreis III (Wustermark, Schönwalde, Dallgow, Brieselang). "Menschen wählen ihre Abgeordneten im Glauben ihre Bedürfnisse und Rechte spielten auf der politischen Bühne eine Rolle. Genau diese Erwartung wird durch Blockbildung, Eigeninteressen und Lobbyismus immer wieder enttäuscht und es ist normal geworden, politische Entscheidungen in Hinterzimmern zu treffen. Das will ich ändern."
Mit Rainer Kieker schicken die Piraten im Wahlkreis IV (Falkensee) anscheinend einen Vertreter klarer Worte ins Rennen. "Sozial ist, was Würde schafft. Der Umgang mit Menschen in den Jobcentern des Landkreises ist mit meinem Begriff von Menschenwürde nicht vereinbar", so seine Behauptung.
Im Wahlkreis II (Nauen, Ketzin und ländlicher Raum) führt der Vorsitzende der Havelländer Piraten, Raimond Heydt, die Wahlliste an. "Piraten stehen für dezentrale, ökologisch verantwortungsvolle Landwirtschaft. Die SPD schickt mit Udo Folgart einen der größten Befürworter von Massentierhaltung und gentechnisch veränderten Lebensmitteln ins Rennen. Wir sagen: "Genmais stoppen - Folgart abwählen'."
Der Gescholtene wiederum mahnt zur Sachlichkeit. Folgart sieht sich selbst "nicht als Gen-Mais-Freund vor dem Herrn". "Wir müssen die Chancen sehen, die mit Blick auf die Wertschöpfungskette im Mittelpunkt stehen. Zudem ist eine verantwortungsvolle Tierhaltung das Maß aller Dinge. Es geht immer um die Frage, wie es dem Einzeltier geht, ob in größeren oder in kleineren Betrieben."