"Die Oberschule Ketzin könnte durchaus auch eine Option für Schüler aus Dallgow oder Falkensee werden", erklärte Bürgermeister Heiko Müller (SPD) am Mittwoch im Bildungsausschuss.
"Jeder wird eine Schulplatz kriegen, aber nicht jeder den, den er will." Eine Nachsteuerung beim Schülertransport wäre entsprechend notwendig, so Müller. "Eine Buslinie Ketzin müsste eingerichtet werden."
"Wir sind nicht der Nabel der Welt - nur weil wir ein Mittelzentrum sind, haben wir den Vorteil, dass wir alle Schulformen anbieten können. Schüler, die aus Perwenitz zu uns kommen, haben auch einen langen Schulweg. Warum sollte es Falkenseern nicht auch so gehen?", gab Dr. Michael Simon (SPD) zu bedenken.
Dass die "Kirche im Dorf" bleiben sollte, fand auch Müller: "Im Westhavelland ist die Lage viel schwieriger, und auch der Weg von Schönwalde zum Marie-Curie-Gymnasium in Dallgow ist nicht ganz einfach." Eine Entlastung dürfte der Ausbau der Brieselanger Oberschule bringen, und auch für das Vicco-von-Bülow-Gymnasium könnte über eine Erweiterung durch Aufstockung nachgedacht werden. "Wir sind nicht am Ende der Fahnenstange, sehen zur Zeit aber keinen Handlungsbedarf. Für die weiterführenden Schulen ist allerdings der Landkreis zuständig", so Müller.
In den Grundschulen von Falkensee wird es in diesem Schuljahr insgesamt 420 Lernanfängr geben. Angemeldet waren 506 Kinder, 86 von ihnen sind zurückgestellt worden.
Die Europaschule am Gutspark hatte mit 137 Kindern die meisten Anmeldungen, mit 35 Kindern aber auch die höchste Anzahl von Rückstellern. Sie wird vierzügig ins nächste Schuljahr gehen.
Dies betrifft ebenso die Lessing-Grundschule mit 104 Aufnahmen und die Geschwister-Scholl-Grundschule mit 78 Lernanfängern. Reserven bestehen an der Grundschule "A. Diesterweg" - dort werden 61 Kinder in drei Klassen aufgenommen - und an der Erich-Kästner-Grundschule, die 75 Schüler aufnimmt, ebenfalls in drei Parallelklassen.
Ein Rückgang der Grundschülerzahlen ist in den letzten Jahren nicht zu verzeichnen.