Am vergangenen Wochenende hatte ein Bericht des Tagesspiegels eine Personalangelegenheit der Brieselanger Verwaltung an die Öffentlichkeit gebracht: Die erst vor wenigen Monaten eingestellte Bauleitplanerin der Gemeinde steht im Verdacht, Kontakte zu Rechtsextremisten und zu Reichsbürgern zu pflegen.
Andere Medien griffen die Story auf, in den Sozialen Medien wurde die Angelegenheit heiß diskutiert, in der BRAWO-Redaktion trafen quasi täglich neue Pressemitteilungen sowohl des Bürgermeisters als auch von Vertretern der in der Gemeindevertretung agierenden Parteien ein.

Bauleitplanerin freigestellt

Klar ist, die Bauleitplanerin ist am Montag aus dem Dienst geschieden und inzwischen freigestellt. Das teilte Bürgermeister Ralf Heimann (Freie Wähler) am Dienstagabend mit. Gleichzeitig merkte er aber auch an, dass in einer nichtöffentlichen Sitzung der Gemeindevertreter am 26. August über die Personalie informiert wurde und mit den Gemeindevertretern eine Überprüfung vereinbart wurde. Daraufhin habe der Bürgermeister entsprechende Anfragen an das Landesamt für Verfassungsschutz gestellt. Die Ergebnisse habe man abwarten wollen.

Sondersitzung der Gemeindevertreter einberufen

Jetzt wurde für den 22. September eine Sondersitzung der Gemeindevertreter einberufen, in der die Personalie zum Abschluss gebracht werden soll. Denn entlassen werden kann die Bauleitplanerin eigentlich nur vom Hauptausschuss. Der Bürgermeister will auf Nummer sicher gehen und folgt, wie er schreibt, dem Rat eines Anwalts, die Entscheidung sogar von den kompletten Gemeindevertretern treffen zu lassen. Einziger Tagesordnungspunkt der Sitzung soll die Auswertung der amtlichen Erkenntnisse zur Bauleitplanerin und die in diesem Zusammenhang zu ergreifenden arbeitsrechtlichen Maßnahmen sein, heißt es weiter.
Die Gemeindevertreter treffen sich am 22. September um 19.15 Uhr in der Robinson-Grundschule.