Die Fische verenden wegen Sauerstoffmangel, die Bäume sterben auf den Inseln ab und auch die Trockenheit in den vergangenen Jahren hat sich in der Folge als dramatisches Problem erwiesen. Seit Jahren sinkt der Wasserspiegel, nun soll der Dorfteich in Bredow gerettet werden.

Wasser- und Abwasserverband Havelland unterstützt

Unterstützung erhält die Verwaltung der Gemeinde Brieselang durch den Wasser- und Abwasserverband Havelland (WAH), der dankenswerterweise eine Notbefüllung ermöglicht. Als kurzfristige Maßnahme sollen maximal 600 Kubikmeter Wasser eingeleitet werden.
Bredow ohne Dorfteich ist quasi nicht vorstellbar. Alarm geschlagen habe der Ortsbeirat, wie die Brieselanger Verwaltung infomierte. Aufgeschreckt durch das Fischsterben sei nun endgültig Handeln gefragt, obgleich schon vorher die Problematik des sinkenden Wasserspiegels bekannt war und etwa die Freiwillige Feuerwehr Brieselang mit der Einheit Bredow 2019 bereits Wasser eingeleitet hatte.

Vor-Ort-Termin zur Gewässerrettung

Nach einem Vor-Ort-Termin Ende Juli hatten Vertreter der Unteren Naturschutzbehörde, der Untere Wasserbehörde, Bürgermeister Ralf Heimann und Anita Keitel aus der Verwaltung sowie Ortsvorsteher Erhard Moebes den Teich genauer unter die Lupe genommen und erörtert, was zu leisten ist, um das Gewässer zu retten. Die kurzfristige Notlösung: Wasser muss eingeleitet werden. Zu diesem Zweck wurde der WAH um Hilfe gebeten

WAH erlaubt Wassereinleitung

Verbandsvorsteher Thomas Seelbinder erklärte sich zur Unterstützung bereit. Maximal 600 Kubikmeter Wasser sollen nun ab dem 8. September an verschiedenen Tagen in den Nachtstunden in den Teich gepumpt werden. „Wir unterstützen die Rettung des Teiches sehr gerne. Zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung der Bevölkerung ist die Befüllung allerdings nur jeweils in der Zeit von 22.00 bis 6.00 Uhr möglich. Dabei ist die Entnahmemenge auf 15 Kubikmetern je Stunde und maximal 600 Kubikmeter zu begrenzen“, betont Seelbinder.

Bauhof unterstützt Maßnahme

Der Bauhof der Gemeinde Brieselang, der in Besitz eines Standrohres ist, begleitet die Wassereinleitung. Die Entnahmestelle befindet sich nahe des Teiches in der Dammstraße. „Wir sind froh, dass der WAH uns unterstützt – und das völlig unkompliziert“, sagt Bürgermeister Ralf Heimann.
Die Maßnahme ist allerdings nur kurzfristig. Perspektivisch wird eine Entschlammung erforderlich sein, um Tiefe in den See zu bekommen und die Verdunstung zu verzögern. „Der Dorfteich soll schließlich erhalten bleiben, da er zum Ortsbild gehört und dort eine große Artenvielfalt herrscht“, so Heimann.