Graue Wolken zogen über den Himmel und es blies eine frische Brise durch den Ribbecker Schlossgarten. Doch es blieb trocken und im Laufe des Stücks schlief auch der Wind immer mehr ein. Mit Abstand verteilten sich kleine Stuhlgruppen auf dem Rasen vor der Bühne. Die Schlossfestspiele konnten Corona-bedingt nur eine kleinere Zahl an Zuschauern zu ihren Stücken zulassen. Auch das Ensemble wurde stark verkleinert. Daher musste auch das eigentlich für dieses geplante Stück "Robin Hood" um ein Jahr verschoben werden. Bereits für dieses Stück gekaufte Karten behalten übrigens ihre Gültigkeit.
Dass drei Schauspieler ausreichen, um Shakespeares sämtliche Werke auf die Bühne zu bringen, davon konnten sich die Zuschauer am Premierenwochenende überzeugen. Das Stück überrascht, es ist wirklich kurzweilig und auch das Publikum wird mit einbezogen. Alle Komödien und Tragödien Shakespeares werden angesprochen, manche ausführlicher dargestellt, wie beispielsweise Romeo und Julia, andere eher kurz abgehandelt. Das ganze aber immer mit viel Humor und von Schauspielern, die auch über sich selbst lachen können. Es gibt sogar Musik, ein Fußballspiel und eine Kochsendung.
Wer dieses Vergnügen live erleben will, hat am 17., 18. und 19. Juli noch in Ribbeck die Gelegenheit. Gespielt wird jeweils um 15 und 18 Uhr. Tickets gibt es ausschließlich im Vorverkauf. Danach zieht das Ensemble weiter und spielt unter anderem noch in Neustadt/Dosse und am Jagdschloss Grunewald. Mehr Infos auf www.schlossfestspiele-ribbeck.de.