Rund 20 Vertreter, darunter Anwohner, Mitglieder von Initiativen sowie Frauke Postel vom Mobilen Beratungsteam in Potsdam, die als Expertin die Moderation übernommen hatte, und Havellands Sozialdezernent Wolfgang Gall, hatten am Donnerstagabend während der zweieinhalb Stunden andauernden Sitzung in freundlicher offener Atmosphäre ihre jeweiligen Standpunkte und Argumente nach einer Vorstellungsrunde ausgetauscht.
Es habe kein Hauen und Stechen gegeben, wenngleich das Ergebnis nicht für alle befriedigend verlaufen sei, wie Sitzungsteilnehmer bestätigten. "Ich bin froh darüber, wie die Sitzung verlaufen ist. Die Erwartungen sind erfüllt worden", so der Bürgermeister.
In nichtöffentlicher Runde hatte Wolfgang Gall zudem den aktuellsten Stand zum Bau der Asylbewerberunterkunft für 80 Flüchtlinge vorgestellt und erläutert. Die Projektarbeit habe dahingehend bereits begonnen, ein Architekt ist bereits mit dem Vorhaben beschäftigt.
Erörtert worden sind auch die Aufgaben und Zielstellungen des "Runden Tisches". "Wir haben Themenkreise identifiziert, die in der kommenden Sitzung, vermutlich Anfang Mai, konkret zugearbeitet werden", sagte Müller. Zugrunde liegen soll dann ein Arbeitsplan, indem die Schwerpunkte zum Ausdruck gebracht werden.
Der "Runde Tisch" soll im Übrigen auch dann fortbestehen, wenn die Flüchtlinge und Asylsuchenden in Falkensee angekommen sind. Sie sollen unterstützend vom Gremium begleitet werden, darüber hinaus von den Initiativen und den Behörden natürlich auch. "Das sind allerdings Dinge, die im Moment noch nicht planbar sind", so Müller. "Wir wissen etwa nicht, wie viele Familien mit Kindern kommen werden. Auf die entsprechenden Anforderungen wollen wir natürlich stärker reagieren. Wir müssen uns auf viele Eventualitäten einstellen."
Eine Sprecherin des "Runden Tisches" soll im Mai ebenfalls gefunden werden. Das bedeute allerdings nicht grundsätzlich, dass die Beteiligten gar nichts sagen dürfen, wie der Verwaltungschef klarstellte. "Es geht schlicht um die Frage der Vertraulichkeit - etwa mit Blick auf Persönlichkeitrechte. Transparenz ist uns als Multiplikator wichtig"